“Trainiere nicht um zu trainieren, sondern trainiere um zu laufen”
Mittlerweile kann ich beinahe auf 10 Jahre leistungsorientierten Laufsport zurückblicken. Erfolgreich, minder erfolgreich, aber doch immer mit der nötigen Ambition zur richtigen Zeit. Schnell habe ich dafür eigene Wege gewählt und mich viel mit der Basis dieses Sport auseinandergesetzt:
Training.
Ohne wird es schwer und mit noch ein wenig mehr. Denn etwas dabei falsch zu machen, ist relativ einfach, grade in den direkten Wettkampfphase. Über meinen Vater Andreas Wollherr, der mich seit immer schon trainiert, habe ich viel über die allgemeine Trainingslehre erfahren, besonders aus der polnischen Laufschule der 50er Jahre. In der Zusammenarbeit mit anderen Trainern konnten wir über Jahre unsere eigene kleine Trainingswissenschaft verfeinern, indem wir uns gewisse Inhalte angeeignet haben oder auch immer genau wussten, was absoluter Schwachsinn ist. Mein Vater verfolgt in seinem Training stets den Ansatz, sich nur der Trainingsmittel zu bedienen, die auch altersgerecht sind. Auf diese Weise dauert es bis zum Erfolg manchmal den ein oder anderen Tag länger, aber auf dem Weg dorthin bleibt man verletzungsfrei.
Im Laufe der Zeit habe ich mich bezüglich des Trainings immer mehr selbstständig gemacht, eigene Pläne geschrieben, nach neuen Anreizen gesucht, um oftmals feststellen zu dürfen, das nicht alles von früher schlecht gewesen ist. Seit Ende 2009 bin ich nun mein eigener Trainer, steuere die Trainings -und Wettkampfplanung selbstständig, wobei ich natürlich weiterhin mit meinem Vater vieles bespreche und diskutiere. Man sollte sich bloß immer bewusst machen, dass ein Trainer auf dem Papier schöne Zahlen aus Zeit und Strecke miteinander kombinieren kann, alles zusammen auf einem Plan logisch und zumutbar aussieht, aber letztendlich ist man selbst der Arsch, der das alles trainieren muss, wenn er denn will.
Probleme gibt es nur, wenn etwas nicht funktioniert.
Und dann kommen sie meist mit der ganzen Großfamilie. Daher sollte sich niemand bloß auf den Kopf eines anderen verlassen, sondern immer versuchen mitzuarbeiten, sich weiterzuentwickeln und dem kreativen Prozess des Trainings den eigenen Charakter verleihen.
Anzüge von der Stange gibt es beim Discounter. Sie mögen dir vielleicht passen, aber irgendwo findest du immer eine Stelle, die du gerne ändern möchtest und dann liegt es an dir, ob du die Nähte öffnest und zu Nadel und Faden greifst oder du dich mit dem Kartoffelsack zufrieden gibst.
Hier folgen ein paar meiner Trainingspläne aus dem Winter 2010 und dem Frühjahr 2011 in exemplarischer Form. Ergänzend sei gesagt, dass ich meinen Trainingsschwerpunkt im Winter auf die Marathonvorbereitung gelegt habe. Ich hoffe, dass die von mir gewählten Abkürzungen soweit verständlich sind. In den kommenden Wochen, werde ich versuchen durch Videos, den Inhalten ein Gesicht zu schenken.
Trainingswoche im Herbst/Winter 2010
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Montag Vormittag: |
14km DL GA 1 / Puls: 140 |
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Montag Nachmittag: |
18km DL GA 1 / Puls 140 |
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Dienstag Vormittag: |
kleines Kraftausdauerprogramm (Kniehebe – und Sprungläufe) |
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Dienstag Nachmittag: |
Tempodauerlauf 16km / Tempo: 3:50min/km |
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Mittwoch Vormittag: |
14km DL GA 1 / Puls: 140 |
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Mittwoch Nachmittag: |
Bauch – und Rückenstabilisation |
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Donnerstag Vormittag: |
17km DL GA 1 / Puls 140 |
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Donnerstag Nachmittag: |
20 x 400m / 76-72sec |
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Freitag Vormittag: |
16km DL GA 1 / Puls: 140 |
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Freitag Nachmittag: |
22km DL GA 1 / Puls 140 |
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Samstag Vormittag: |
langer Dauerlauf (25km) |
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Samstag Nachmittag: |
Bauch – und Rückenstabilisation |
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Sonntag Vormittag: |
32km DL GA 1 / Puls 140 |
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Sonntag Nachmittag: |
frei |
Trainingswoche im Trainingslager (Ostercappeln / April 2011)
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Montag Vormittag: |
großes Kraftausdauerprogramm (Kniehebe – und Sprungläufe) |
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Montag Nachmittag: |
mittlerer Dauerlauf (13km) + kurzes Fahrtspiel (20sec) |
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Dienstag Vormittag: |
kurzer Dauerlauf + Hügelläufe |
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Dienstag Nachmittag: |
Tempotraining auf der Bahn (3 x 4 x 500m) / in 1:28 / 1:22 / 1:18 |
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Mittwoch Vormittag: |
langer Dauerlauf (22km) |
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Mittwoch Nachmittag: |
Bauch – und Rückenstabilisation |
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Donnerstag Vormittag: |
mittlerer Dauerlauf + kurzes Fahrtspiel (20sec) |
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Donnerstag Nachmittag: |
Läufe am Berg / 200m |
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Freitag Vormittag: |
Tempodauerlauf im Gelände (8km) / in 3:25min/km |
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Freitag Nachmittag: |
mittlerer Dauerlauf + kurzes Fahrtspiel (30sec) |
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Samstag Vormittag: |
langer Dauerlauf (25km) |
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Samstag Nachmittag: |
Bauch – und Rückenstabilisation |
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Sonntag Vormittag: |
Fahrtspiel (90sec) |
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Sonntag Nachmittag: |
frei |
