Hey, war das nicht…???

Vorweg wünsche ich noch mal allen Leserinnen und Lesern meines Blogs frohe Weihnachten. Ich hoffe, dass ihr alle so reichlich beschenkt worden seid wie ich am gestrigen Abend. Wenn nicht, dann seid ich damit reichlich beschenkt worden, dass ihr lesen könnt, denn dann könnt ihr weiterhin mit aufmerksamen Augen die Berichte hier aufsaugen. Yeah;) Wir hatten gestern einen schönen Heiligabend hier, traditionell & gemütlich. Morgens erst zu einer langen Bergtour im Gebirge unterwegs gewesen. Von 700m über den Meeresspiegel rauf auf 1200m und dann über eine weitere Hütte auf 1100m runter ins Tal. Tobi, Viktor & ich waren ohne Pause unterwegs, aber mit dem ein oder anderen PETY zwischen durch. Was ist ein PETY? Hier kommt die Definition: einen Pety machen bedeutet soviel wie sich aus dem vollem Lauf auf die Fresse zu packen. Der Oberkörper muss dafür den Boden vollkommen berühren. Bei hoher Geschwindigkeit ist diese Art des Stürzens sehr ansehnlich. Aufstehen, weiterlaufen, wieder auf die Fresse packen, nennt man auch Doubel-Pety oder auch Pety². Nicht zu empfehlen auf Untergründen wie Asphalt, Kopfsteinpflaster oder Betonböden. Auch auf Tartanbahnen und Kunstrasenplätzen könnte ein PETY sehr schmerzlich ausgehen. Kleinere und größere Verletzungen sind nicht ausgeschlossen und dürfen von der gesamten Gruppe belacht werden. Soooo. Dann wisst ihr also wie es hier abgeht. Den ersten PETY des Trainingslagers legte Bernie auf die Matte. Unter tosenden Beifall gab er einen seiner markelosesten PETYs zum Besten. Wir aus der ersten dreier Gruppe (nicht was ihr denkt) standen nach 1:55h wieder in der Hotellobby. Die Streckenlänge beträgt für die Route knapp 18km. Der Nachmittag war Trainingsfrei, aber ab 15Uhr stand die Sauna vorgeheizt für uns bereit. Einige Menschen geben beim kalten Duschen merkwürdigste Geräusche von sich, möchte ich hier kurz anmerken. Uuuuund, Tomatensaft nach der Sauna soll der Hit schlecht weg sein, so steht es zumindest hier auf einer Tafel geschrieben. Hallo? Geht’s noch? Tomatensaft nach der Sauna? Schieß mich weg, sicherlich nicht. Um 17Uhr sollte dann unser Heiligabend hier beginnen. Alles pikobello. Tisch elegant gedeckt und hergerichtet und sogar ein Weihnachtsmann stolzierte herein. Ich wollte mir am Nachmittag noch eine Tasse kaufen, weil ich meine zuhause vergessen habe und was bekommt mein Zimmerkollege Marius vom bärtigen Mann in rot geschenkt? Eine Tasse! Noch steht sie auf seiner Seite des Zimmers, aber nicht mehr lange. Noch zum Weihnachtsmann. Er drückte jedem ein kleines Geschenk in die Hand und ich habe selten so viele Menschen auf einem Haufen so glücklich gesehen, wegen solch einer Kleinigkeit. Fand ich einfach nur schön, wenn ich das so schreiben darf ohne gleich wieder als Schwuchtel abgestempelt zu werden. Glänzende Augen rundum. An dieser Stelle noch mal danke an dich, Weihnachtsmann. Dann wurde das Essen angefahren, Jesus persönlich spielte seine Lieblingssongs auf einem E-Piano und am Ende gab es noch Kuchen. Bei Viktor und Tobi auf dem Zimmer ging die Party dann weiter. Ich sage nur: Bescheeeeerung. Damit es etwas spannender wurde, haben wir gesagt, dass man erst eine 6 würfeln muss, damit man ein Geschenk kriegt. Ach ja nur zur Info, vor der Fahrt wurde gelost, wer wem etwas schenken muss, soll, darf wie auch immer. Der Würfel blieb komischer Weise immer bei 4 liegen. Aber irgendwann haben es doch alle geschafft mal eine 6 zu würfeln und wieder waren alle glücklich. Handschuhe, Handtücher, Duschgels und andere Kleinigkeiten wurden überreicht und das Glänzen in den Augen damit aufrechterhalten. Ein Film (nein nicht TITANIC, okay ich hab mir das Ende später alleine rein gezogen, aber pssst) wurde geguckt & die UNO-Karten machen dann auch noch mal die Runde. Ich sage DANKE an alle Beteiligten des Abends für diesen schönen Abend. Ich hoffe euer Abend war auch so schön. Am nächsten morgen hieß es dann aber wieder um 7:40Uhr aufstehen, obwohl ich den Wecker einfach mal nicht gehört habe. Um 7:55Uhr hör ich nur: Maik du musst aufstehen. Halb verpennt also, aber mit Recht. Trainingsmäßig stand wieder ein langer und ruhiger Dauerlauf auf dem Plan. Viele denken sich, hey die machen ja nur lange und ruhige Dauerläufe. Ja für Tempoläufe wären wir wohl kaum an einen Ort gefahren wo Schnee liegt und es immer ein paar Grad unter Null ist. Ha, mitgedacht. Zu viert (diesmal war Marius mit im Gepäck) schlugen wir eine neue Route ein, die so von uns noch keiner gelaufen ist. Ich auch nicht, das will was heißen. Die ganze Nacht hatte es geschneit und der Schnee bremste einen doch sehr aus. Aber auf die Schnelligkeit sollte es ja auch nicht ankommen. Wir fühlten uns alle sehr gut, Tobi und ich unterhielten uns beide mit Kopfhörer im Ohr. Das sieht etwa so aus. Ich sage was, habe dabei meine Kopfhörer drin. Tobi versteht nichts, nimmt seine raus. Ich wiederhole meine Frage. Er antwortet, ich habe aber meine Kopfhörer drin. Nehme sie raus, er wiederholt seine Antwort. Unfassbar clever von uns beiden, ich weiß. Das ist aber nur das eine Spiel was wir spielen. Das andere Spiel heißt. „Hey war das nicht …???“ Es geht so. Wir laufen durch die Gegend und sehen einen Menschen. Dieser erinnert einen an eine Person. Dann stellt man die Frage: „Hey war das nicht Phil Collins“ Wir lachen kurz, bis wir den nächsten Vogel treffen. Auf diesem Wege haben wir bereits viele Promis und andere Bekannte hier getroffen. Glaubt mir, sie sind es wirklich. Ooookay. Auf dem Rückweg unserer Tour haben wir also nicht nur Phil Collins getroffen, sondern auch eine merkwürdige Läuferin. Sie stand auf einmal einfach da. Hatte einen Rucksack auf, in den Marius reingepasst hätte. Kein Witz. Ich habe in meinem Leben schon viele große Rucksäcke gesehen, aber der übertraf einfach alles. Ganz nach dem Motto: Einer muss immer übertreiben. Sie lief dann auch einfach mit uns ein kurzes Stück mit. Ich habe natürlich wieder zu viel verraten und es sollte mich nicht wundern, wenn diese Person eines Tages unter in der Lobby steht. Crazy things, sage ich nur. Nach dem Mittag war dann wieder SCHLAFEN angesagt. Junges Mann, ich habe selten so tief geschlafen wie heute. Völlig aus dem Leben geschossen, mit Kopfkissen im Gesicht und verballert dann um 15:30Uhr wach geworden. Mit letzter Kraft aufgerichtet, damit ich nicht wieder einschlafe. Um 17Uhr dann wieder das zweite Training. Einlaufen + Kraftraum. Alles bestens, will ich einfach mal sagen. So sieht das aus Leute. Morgen geht es dann also weiter. Ich wünsche euch wieder mal was. Nicht zu viel futtern über die Feiertage und bis morgen. Zugesehen und Reingehauen.
Liebste Grüße euer Maik

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