Seelische Spiegelbilder

“I´m starting with the man in the mirror
I´m asking him to change his was
And no message could have been any clearer
If you wanne make the world a better place
Take a Look at yourself and than make a change”

(Michael Jackson – Man in the mirror)

Vor gut 2 ½ Monaten ist Michael Jackson verstorben. Ja ich erzähle niemanden etwas neues und wäre mein Blog ein TV Sender, dann hättet die Hälfte der Leser bereits an dieser Stelle umgezappt, denn spätestens am Abend des 25ten Juni diesen Jahres, hatte die Hälfte Deutschlands und vielleicht der Welt, die ein Radio besitzen, die Schnauze gestrichen voll, weil zum 1000sten Mal ein Song vom King of Pop gespielt wurde. Weil jeder noch so kleine und unbedeutender TV Sender seine Lebensgesichte, die Tragik seines Lebens und seine Skandale über die Bildschirme liefen ließ. An diesem Tag hätte Angela Merkel zurücktreten können, um im Iran ihre Hochzeit mit Ahmadinedschad in einem Kernkraftwerk zu feiern, es hätte hier niemanden die Bohne interessiert. Ich will hier deshalb nicht lange auf dem Leben meines Kindheitsidols rum reiten als wäre er ein Pferd eines Kinderkarussells (viele Grüße an die Familie Brockschmidt, gibt es euer geiles Karussell noch? Ich würde alles dafür geben noch einmal eine Runde bei euch drehen zu dürfen. Nächstes Wochenende ist Kirmes, vielleicht ergibt sich da ja was) sondern viel mehr einfach Danke sagen für diese großartige Musik. Denn egal wie entstellt Michael am Ende aussah weil er sich wie er selbst immer sagte “verändert hatte”, egal wie viele Bananas in Pyjamas bei ihm im Bett übernachtet haben, dieser Mensch hat großartige Musik gemacht. Dieser Mensch hat mit seiner Musik viele Menschen glücklich gemacht, mich eingeschlossen und meine Kindheit versüßt wie es kein Hariboartikel jemals schaffen wird. Musik für die Menschen und auch von einem Menschen. Auch wenn Michael am Ende für viele aussah wie ein Alien, wie ein Fremder von einem fremden Planeten, wie ein Kunstobjekt der Musikindustrie, ist er sicherlich immer Mensch gewesen und ich glaube auch, dass jedes noch so hohe “I love you all” ernst gewesen ist, er die Menschen liebte, sie annahm wie sie sind, vielleicht bis auf sich selbst. Die Menschen annehmen wie sie sind, sie so akzeptieren indem man sie respektiert. Mein Kumpel Daniel spricht immer folgende Worte aus, wenn in unserer Gesprächrunde über einen anderen Menschen geredet wird: “Na und? Wenn er /sie so glücklich ist, dann lass ihn/sie doch” Und genau das ist der Punkt. Wir schauen gerne und oft auf anderen, sehen die Macken, die Fehler, haben Ratschläge parat wie es den Menschen besser gehen könnte, wenn sie dies oder das an sich verändern würden, dabei haben sie sich selbst noch nie genau im seelischen Spiegel betrachtet. Noch nie ein Auge auf sich selbst geworfen, aber dabei schon einen Haufen fauler auf alle anderen Menschen um sie herum. Heute wird man grundsätzlich von allen Menschen beurteil, nein auch verurteilt. Innere Werte sind dabei interessant wie Charlotte Roche, also gar nicht. Trägst du schwarze Haare im Gesicht bist du ein Emo, trägst du keine Haare auf dem Kopf bist du ein Nazi, trägst du Ed Hardy bist du ein Vollidiot, okay letzteres war ein schlechtes Beispiel, denn das trifft immer zu. Dabei sagen Äußerlichkeiten vielleicht etwas über einen aus, aber sicherlich nicht wer du wirklich bist, wie du fühlst. Und selbst wenn jemand seine schwarzen Haare im Gesicht trägt, wenn es ihm so gefällt, na dann ist das so, ER muss doch die Klamotten tragen, ER muss doch damit rumlaufen, ER muss sich doch darin wohl fühlen. Viele Menschen haben heutzutage einfach den Respekt verloren, den Respekt anderen Menschen gegenüber und im Endeffekt auch sich selbst gegenüber. Wer andere voreilig beurteilt, verurteilt sich selbst. Also bevor du die Menschen und die Welt verändern willst, schau auf den Mann in deinem Spiegel, den Man in the Mirror, denn it doesen´t really matter if you´re black or white.

Michael Jackson ist tot. Seine Kunst, seine Musik lebt weiter, das ist ja das schöne an Kunst, in diesem Fall Musik. Bücher kann man verbrennen, Bilder können ihre Farben verlieren, Tonbänder können anfangen zu leiern, Künstler können sterben. Doch am Ende bleibt doch immer die Erinnerung in jedem, die Erinnerung an einen Song. Der Song zu dem man das erste mal Blues getanzt hat, zu dem man das erste mal geküsst hat, zu dem man wochenlang geweint hat. Emotionen, Gefühle die man mit einem Song verbindet, bleiben für immer und da reicht nur eine einzige Zeile

“Dieses Kribbeln im Bauch, das man niemals vergisst, wie wenn man zuviel Brausestäbchen ist”

und man steht auf einmal wieder als kleiner Junge in der Küche seines Elternhauses. Und ich rede heute wieder einmal zuviel Dünnsch. Michael Jackson werde ich immer mit meiner Kindheit verbinden, Michael Jackson werde ich immer mit polnischen Raubkopien auf Kassette verbinden, Michael Jackson werde ich immer mit singen und tanzen verbinden. Da an dieser Stelle eh nur noch eine handvoll Leute meinen Blog lesen, will ich mit Michaels Worten das Thema Michael Jackson abschließen

“You are Not alone
For I am here with you
Tough we´re far apart
You´re always in my heart”

(Michael Jackson – You are Not alone / übrigens geschrieben und produziert von R.Kelly)

Ja im Herzen wirst du immer bleiben, deine Musik, meine Erinnerungen. Hat jemand von euch geweint? Nein? Schade;) Leute ich wünsche euch was. Bleibt gesund, genießt das Wochenende, ich fahre gleich zurück nach Berlin. Lasst euch feiern, es gibt immer allen Grund dazu.
One Love
Euer maiky talent

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