Sonntag, 17.Januar 2010

Was ist man heutzutage ohne Navi? Lesen von Kompass und Karte war wirklich nie meine Stärke, dass kann meine Gruppe aus der Grundausbildung in Bad Reichenhall lauthals bestätigen, nachdem ich sie mal völlig ab vom Schuss irgendwie quer durch den Wald in die falsche Richtung geschickt habe. Und während der letzten Jahre hat sich diese Fähigkeit des Orientierens in freier Natur oder im belebten Großstadtgebiet nicht wirklich verbessert wie ich heute Morgen feststellen musste. Meine Suche nach dem Rehbergpark von der Pankstraße aus, endete irgendwo im Nirgendwo und ich musste wieder mal feststellen, dass die Anzahl an Seitenstraßen, die diese Stadt besitz, nicht mehr in Zahlen zu fassen ist. Nach vielen nicht planmäßigen Kilometern im verrückten Labyrinth kam ich über unzählige Umwege doch plötzlich wieder am Humboldthain raus, den ich heute eigentlich meiden wollte, nachdem ich doch schon gestern meine Runden dort gedreht habe. Zu allem Überfluss hat es auch noch mit dem ersten bis zum letzten Meter kontinuierlich geschneit, was mit der Zeit ganz schön an den Kräften nagte. So fühlten sich die heutigen 20km wieder einmal an wie mindestens 25km und nach den drei langen Dauerläufe der letzten Tage durch den Matschschnee, muss morgen mal wieder etwas kürzeres her, damit meine Beine eine aktive Erholung bekommen.

Ansonsten genieße ich die Zeit hier natürlich sehr, auch wenn das winterliche Grau der Großstadt einen nicht wirklich nach draußen reizt und man lieber eingekuschelt vor dem Fernseher liegen bleibt als sich noch für einen Spaziergang ins Schneegestöber zu werfen.

Heute ist Tag 7 meiner Mission Snowman und der aktuelle Blick aus dem Fenster verrät mir, dass meine Mission wohl noch um eine Verlängerung bettelt oder zumindest für eine Neuauflage im kommenden Monat. Kurz reflektiert betrachtet, ist es meiner Ansicht nach wirklich die beste Entscheidung gewesen, Uhren und Zeiten beiseite zu stellen und die Bedingungen für sich selbst zu nutzen anstatt sich drüber aufzuregen. Ändern kann man ja eh nichts daran, außer man setzt sich in den Flieger und besucht wärmere Teile des Erdballs, was ich aber wirklich überflüssig finde, wenn man von vornherein keine Absichten hat bereits im Winter Bestleistungen in der Halle zu erzielen.

Daher gebe ich mich vollkommen gelassen bei diesem Wetter, freue mich über jede einzelne Schneeflocke die vom Himmel fällt und schaue voller Zuversicht durch den grauen Schleier in Richtung Horizont wo ich zwischendurch immer wieder einen Lichtschein hindurchblitzen sehe. Ach, das hab ich wieder mal schön gesagt, nech?

So meine Freunde. Ich möchte nicht den gesamten Sonntag vertrödeln, schlüpfe nun in meine kuschelige, graue lange Unterhose und mache mich auf die Wollsocken. Auch morgen werde ich mich wieder bei euch melden und hab außerdem noch einige andere Beiträge zu leisten, die ich euch in nächster Zeit vorstellen möchte. Bis dahin wünsche ich euch einen entspannten Sonntagabend, einen guten Start in die neue Woche und wünsche euch natürlich nur das Beste vom Besten.

One Love
Euer maiky talent

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