Minä en vielä puhu suomea (Tag Nr. 17) 18. Juli 2011

So muss das. Haare auf 3mm runter, Bart ab, XXX in den Nacken tätowiert und schon falle ich in der Dusche der Mädchenumkleide nach dem Balletttraining (mit 3 T) nicht mehr auf. Natürlich nicht. Alles noch dran, nur der Look meines Blog hat sich von gestern zu heute gewandelt. Nachdem es zum letzten Großereignis, der Veröffentlichung meines Album, einen kleinen Designwechsel gab, kam in mir das absolute Verlangen nach einer neuen Tapete auf. Statt vieler Schnörkeleien geht es mit minimalistischer weiß/schwarz Oberfläche wieder zur Basis zurück. Erste hysterische Ausdrücke der Begeisterung wurden mir dabei gleich seitens Fred bekundet:

„finde die neue uffmachung gay ma sehn ob man sich dran gewöhnt oder ob se echt gay is und daher gay bleibt ma seen“

Vom Tapeten zum Themawechsel. Für den ein oder anderen dürfte es keine Neuigkeit sein, dass ich großer Fan der 60er und 70er Jahre Laufszene bin. Stadionrunden aus Asche. Männer und Frauen mit Bärten. Simple Trainingsmethodik und Doping. Was will man bitteschön mehr? Über das Tor zur Welt, dem Internet, öffnen sich für mich jeden Tag auch die Tore zu dieser Zeit. Und plötzlich steht man mitten in den weiten finnischer Wälder. Auf youtube stieß ich nämlich, über diverse Umwege versteht sich, auf eine Dokumentation, die die Vorbereitung Lasse Virens für die Olympischen Spiele in Moskau zeigt. Knapp 30 Jahre alt der Steifen, nicht in HD und vor allem auf Finnisch. Zunächst hatte ich die Doku nach etwa 3 Minuten abgesprochen zu gucken, weil man in dieser Sprache keinerlei Parallelen zu der unseren findet. Wieder einen Tag später wagte ich mich dann ein zweites Mal an dieses monomentales Meisterwerk der Sportgeschichte. Schließlich geht es um einen mehrmaligen Olympiasieger. Auch wenn von den eintönigen, obwohl in Wahrheit sicherlich sehr spannenden, Erzählungen des Kommentators nichts übrig blieb, hab ich von den Bilder des Trainings so einiges mitnehmen können.

1. Finnische Winter müssen sehr kalt sein.
2. Lasse Viren ließ sich gerne den Po massieren. No homo.
3. Blutdoping sollte jeder mal machen dürfen. Aus Spaß versteht sich.

Wer mal am Sonntagnachmittag eine Stunde übrig hat, sich von Angsteinflößender Filmmusik berieseln lassen möchte und vielleicht noch drei Worte finnisch spricht, dem lege ich diese Dokumentation über den finnischen Volkshelden nahe. Den ersten von sechs Teilen gibt es heute hier. Ich verabschiede mich und was wäre da nicht treffender als ein

Hyvää yötä

Euer maik

P.S: Angeblich gibt es die Doku auch auf Englisch. Also sollte jemand mal drauf stoßen, dann bitte bei mir melden. Kiitos.

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