Sie nannten ihn Mücke

Tropenklima im Großstadtdschungel. Sobald ich nur einen Fuß in den Hinterhof unseres idyllischen Altbaus setze, verschluckt mich augenblicklich ein Dampf wie aus einer Waschküche. Pavianähnliches Geschrei aus den Mündern der Kinder aus der Nachbarschaft, untermalt dieses Gefühl sich mitten im Amazonasgebiet zu befinden perfekt. Und im nächsten unachtsamen Augenblick hat sie mich auch schon wieder erwischt.

Die gemeine Stadtmücke.

Als hätte sie nur geduldig vor unserer Wohnungstür auf mich gewartet, damit sie mich genüsslich anzapfen kann. Diese verdammten Junkies. Sie wollen nur mein kostbares Blut. Ganz egal auf welchen Gefilden ich mich derzeit sportlich in Berlin bewege, habe ich diese Mistviecher um mich herum. Welch unerwünschte Trainingspartner. Wenn sie mir bei Tempoeinheiten wenigstens das Laktat aus den Beinen saugen würden, nein stattdessen stechen sie mich nur wo sie können oder fliegen sie mir direkt in den Rachen. Als Sack für zwischendurch.

Powerbar BIO quasi.

Und weil sie wissen, dass mein Blut hier in der Gegend das beste aller Dopingmittel ist, ohne Doc Fuentes aufsuchen zu müssen, stehen diese Plagegeister förmlich Schlange, um an den guten Stoff zu gelangen. Bereits in Warendorf war man im Bezug auf Stechmücken so einiges gewohnt, aber die Insekten hier sprechen oder summen noch mal eine andere Sprache. Sollte ich also in den kommenden Tagen an Malaria ankranken, wisst ihr bescheid. Aber wir wollen ja aus einer Mücke keinen Elefanten machen.

maik

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