Ist nun Schluss?

Alles hat ein Ende, nur meine Saison hat keins.

Mitte September, in der Luft eine Mischung aus kaltem Sommer und warmen Herbst. Seit fast nun schon 4 Monaten reise ich von Wettkampf zu Wettkampf, beinahe immer von Bestzeit zur Bestzeit. Saisonhöhepunkte liegen hinter mir und immer noch spüre ich:

Da geht doch noch was.

Königs Wusterhausen, einige Kilometer vor Berlin, also fast vor der Haustür. Bei einem German Meeting, bin ich über 3000m Hindernis der einzige Deutsche. Und selbst der hat noch Migrationshintergrund. Nice. Trotz des späten Zeitpunktes im Saisonverlauf, konnte ich mich für diesen letzten Versuch in Richtung Bestzeit doch noch sehr gut motivieren und mit einer starken Vorbereitung im Rücken auftrumpfen.

Mal wieder die berühmten 3 Wochen.

Beim Blick auf die Startliste war mir bereits im Vorfeld des Rennens klar, dass es hinter den zwei Kenia-Bois ein Alleingang aus meiner Sicht werden wird und kurz nach dem Startschuss bestätigte sich meine Spekulation. Zu allem Überfluss durchbrach der Knall des Starters auch noch die Wolkendecke und mit Runde eins begann es zu schütten. Schließlich wäre man nicht nass genug geworden.

“Um was wollen wir wetten, dass du gleich nass wirst?” (Sören Ludolph vor dem Start zu mir)

Die Jungs aus Kenia meinen es an diesem Abend gut mit ihrem Tempo und laufen die ersten 800m knapp über 2min an. Mit einigem Abstand dahinter fasse ich dennoch schnell Fuß im Rennen, steuere die ersten 1000m in etwa 2:55min und passierte die Hälfte mit 4:26min.

Bestzeitkurs.

Leider folgen darauf zwei sehr schwache Runden (72,5sec & 73sec) und bringen mich zwischenzeitlich wieder deutlich von meiner Marschroute ab. Im Gegensatz zu den bisherigen Rennen im Jahr habe ich in diesem Lauf ein besseres Gefühl für die Hindernisse, wenn sie mir auch immer noch deutlich im Weg stehen. Mein bekanntes Leiden aus 2011.

Mit einer passablen Schlussrunde von etwa 66sec rette ich eine neue persönliche Bestzeit und belege damit in diesem “INTERNATIONALEN” Starterfeld Platz 3.

8:53.24min

Knapp verbessert und meine Saisonbilanz (alle Rennen unter 9min) damit zum Abschluss verfestigt. Natürlich hat ein Kenia-Boi gewonnen. In der Ergebnisliste konnte ich hinter seinem Namen den Jahrgang 1994 lesen, aber der gute Kerl sah deutlich jünger aus. Vermutlich haben die was an seinem Pass gedreht, damit er mit 13 schon bei den Erwachsenen starten darf. Die Blutbank erledigt den Rest.

Das war mit Abstand der beste und eindrucksvollste Lauf in dieser Saison für mich. Alte Frau wollten mich zum Schwiegersohn und Kinder Autogramme. Was will man mehr? Und dann bekam ich auch noch einen mp3-Player als Sachpreis. Noch ein paar Tage zuvor sagte ich zu mir selbst,

“Boi, vielleicht holste dir vor dem Winter noch einen neuen mp3-Player”

Zack, bumm, schon ist er in der Tasche. Damit gehe ich quasi plus-minus-null aus dieser Siason heraus, was Mühen & Kosten betrifft. Feine Sache.

Küsse für alle. Auch für dich.

maik

P.S.: Um die Frage zu beantworten: Nö.

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