Welcome Swag

Zu einer genüsslichen Pizza noch einen wohlgereiften Schluck Fanta Zitrone, während vor der Tür der Winter seine Nachgeburt groß zieht und schon steigt die Szklarska Poreba Revival Party.

So schnell wird aus Pankow Polskow.

Mittlerweile liegt das wunderschöne Weihnachtstrainingslager mehr als einen Monat hinter uns und seit der Rückkehr aus dem mittleren Hochland wurden im Training nicht mehr all zu große Sprünge erzielt. Wettkämpfe, leichter Infekte, Wettkämpfe mit leichten Infekten und Infekte unter Wettkampfbedingungen, haben auf der bis dahin geräumten Fahrbahn für massig Glatteis gesorgt. Zeit also, dass es wieder vorwärts geht, Pläne geschmiedet werden und im Display folgende Anweisung in neongrüner Leuchtschrift erscheint:

ROBOTY ROBOTY ROBOTY

Für einen letzten Wettkampf in dieser Wintervorbereitung aber möchte ich noch einmal meine Spikes anziehen und dafür auch das große Kaliber an Dornen aufschrauben. Denn es gilt einen Titel zu verteidgen, wenn am kommenden Sonntag im emsländischen Lingen die niedersächsischen Titelkämpfe im Cross ausgetragen werden. Mit einer starken Mannschaft (Viktor, Marius & ich) greifen wir neben dem Teamsieg auch mit ein paar Händen nach der Einzelkrone über die Mittelstrecke. Als Gegner hält man uns OTBer ja gerne die Braunschweiger vor Augen, worüber ich ehrlich gesagt nur müde schmunzel kann.

Nach Sonntag kam ich um Längen besser zurück ins Training und damit auch in die Vorbereitungsphase für Sonntag als nach dem Start in Hannover. Auch wenn die Lunge sich bei der trockenen Kälte immer wieder lautstark beschwert, schenkt mir mein restlicher Körper das Gefühl voll auf der Höhe zu sein. Manchmal ist es eine Kleinigkeit, die den gesamten Laden lahm legt und zum Glück hab ich einen Papa, der ein sehr geschultes Auge für solche Fälle hat.

Auf ein paar Lockerungseinheiten mit viel Stabis und technischen Läufen am Berg, setze ich heute zur Abenddämmerung einen letzten Anreiz für das Wochenende. Ohne ersthaft auf die Uhr zu schauen, nutze ich das mir vorliegende Gelände im Park, um einen nach dem Gefühl gesteigerten Dauerlauf zu absolvieren. Auf meiner 1500m Runde plante ich auf 7 Runden mein Tempo immer wieder um 5-10Sekunden zu steigern, um die letzte Runde mit knapp unter 5min abzuschließen. Die Tempogestaltung sah letzendlich wie folgt aus:

1. Runde: 6:03min
2. Runde: 5:54min
3. Runde: 5:39min
4. Runde: 5:29min
5. Runde: 5:24min
6. Runde: 5:08min
7. Runde: 4:52min

Zum ersten Mal seit gefühlt 100 Trainingskilometer bekam ich endlich wieder ein Gefühl für mich selbst. Ich hatte alles unter Kontrolle, konnte meinen Schritt immer dem Tempo anpassen und das Tempo gleichzeitig über den Schritt steuern, dabei vollkommen ruhig atmen und mich selbst immer wieder kontrollieren. Vielleicht war es der Start am Sonntag, vielleicht der Weckruf am Samstag, vielleicht war es was auch immer. Mir soll es nur Recht sein, Hauptsache mein SWAG ist wieder da.

Bis Sonntag passiert nun aber nicht mehr viel. Noch ein paar Läufe am Berg, um Spannung aufzubauen, vielleicht noch ein Ruhetag und noch einmal in Ruhe den Blutbeutel wechseln.

Morgen darf man sich hier wieder auf ein Special zum Wochenende freuen. Also schaltet wieder ein meine lieben Freunde und sagt es ruhig weiter, dass es mich gibt.

maik

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