Tomorrow isn´t today (Tag 2)

Klientin: „Bevor wir das faxen, müssen wir aber noch eine Kopie davon machen!“
Maik: „Warum?“
Klientin: „Na, damit wir das Original auch hier behalten!“

Schweigepflicht gebrochen. Sorry. So schnell kann das gehen. Aber mal im Ernst, sollte ich euch so eine großartige Alltagssituation vorenthalten? Wohl kaum, schließlich schreibt das Leben immer noch die schönsten Geschichten. Zur Sicherheit habe ich natürlich noch eine Kopie vom Original gemacht, bevor das empfindliche Blatt Papier noch im großen Strudel der Telefonleitung verschluckt oder gar in Fetzen gerissen wird.

Niemand soll seiner Illusion beraubt werden.

Früh und frisch ging am heutigen Dienstagmorgen zum zweiten Tag meiner Tour wieder ans Werk, der ganz unter dem Motto „2 Einheiten für ein Halleluja“ stand.

2 Einheiten im Zeichen der GA2

Dafür habe ich mir für das morgendliche Training einen verkürzten Dauerlauf ins Programm geschrieben, der in die Richtung eines TDL abzielen sollte. Grade am Morgen, direkt nach dem Aufstehen ohne Frühstück habe ich die Erfahrung gemacht, dass man zwar ein recht intensives Training absolvieren kann, aber vorsichtig sein muss, was die Dauer betrifft. Ohne die nötige Energie greift der Körper schnell auf Reserven zurück, von denen er eigentlich die Finger lassen sollte. Daher beschränke ich mich bei morgendlichen Einheiten ohne Frühstück auf Dauerläufe mit konstant hohem Tempo (unter 3:30min/km) auch auf maximal 6-8km. Sobald ich dann auch noch Hunger verspüre, breche ich an der Stelle ab oder laufe maximal den Kilometern noch zu Ende. Anders verhält es sich bei mir, wenn ich das Tempo von Kilometer zu Kilometer steigere. Dann sind auch Dauerläufe von 15-18km möglich, bei der ich die Tempogestaltung in etwa wie folgt gestalte:

3km Aufwärmung (4:15-4:05min/km)
10km Hauptphase (4:00min-3:30min/km mit Schwerpunkt um 3:40min/km)
2-3km „Endbeschleunigung“ (3:20-3:05min/km)

Selbst trotz recht ordentlicher Endgeschwindigkeit haben im vergangenen Jahr Messungen bei mir ergeben, dass ich nach den letzten 2-3km nicht über 3mmol/l hinausschieße. Zurückführen kann ich das nur auf die solide Vorarbeit in der Hauptphase und den Effekt des gesteigerten Dauerlaufes. Betrachtet man meine Dauerlaufeinteilung mal Rückwärts mit der „Endbeschleunigung“ beginnend, dürften dem ein oder anderen die Kilometerdurchschnittszeiten von meinem Marathon bekannt vorkommen.

Interessant. Wie ich finde.

Zurück zu heute. Laut Plan hatte ich nach 2km Aufwärmung direkt 6-8km TDL im Tempobereich von 3:30min/km auf dem Programm, die ich mal wieder in der Sackgasse absolvieren wollte. Für den Kopf am Morgen ist es auf der 1km doch ein wenig einfacher als im leeren Stadion seine Runden zu drehen. Schon beim Einlaufen machten sich die Bergläufe in Form fester Schenkel bemerkbar, was sich zunächst aber nicht als ein Hindernis ausdrückte. Von Beginn an konnte ich das Tempo sehr ruhig laufen, wobei ich mir bei der Hitze regelrecht einen Wolf schwitzte. Zurzeit wechseln die Jahreszeiten hier im Tagesrhythmus. Nach einer 3:31min auf der ersten Runde des TDLs folgten eine ganze Reihe 3:30er Runden, die ich letztendlich nach 6 mit einer 3:25min abschloss. Für länger war der Hunger an diesem Morgen doch zu groß, schließlich sollte die eigentliche Haupteinheit noch am Nachmittag folgen.

Aufgrund der Tatsache, dass ich in der Einrichtung doch ein bisschen länger beschäftigt war als sonst, konnte ich das Training im Wald streichen, weil es dafür dann doch schon zu dunkel war. Stattdessen wurde gemeinsam mit Siri mal wieder das beliebte Kissingstadion aufgesucht, um dort die 1000er auf die Bahn zu zaubern. Natürlich haben sich die festen Beine aus der Früh nicht pulverisiert, aber wie heißt es doch so schön nach einem alten mongolischen Sprichtwort:

Lieber feste Schenkel als Schenkel Feste

Zu der körperlichen Angefressenheit (schönes Wort) gesellte sich noch eine gute Portion Wind dazu, die mich mit auf dieser Einheit begleiten wollte. Zu Trainingspartner sag ich ja nicht nein.

4 x 1000m sollten es am Ende werden, hier die Fakten:

1. 3:01.4min
2. 3:01.2min
3. 2:59.7min
4. 2:58.3min
Nach den vielen Einheiten in der freien Wildnis fehlte mir heute ein bisschen das Gefühl für die Rundbahn. Sicherlich trug der Wind einiges dazu bei, dass es nicht so wie am Schnürchen lief wie gewohnt. Will ich mich mal nicht beunruhigen lassen. Als Ergänzung zu den 1000ern warf ich noch eine Handvoll 100m Sprints (16-13sec) mit in den Topf und lasse das ganze mal bis morgen früh bei kleiner Flamme köcheln. So sah es hier am zweiten Tag der namenlosen Tour aus. Ich hoffe, ihr hattet Freude, ich nämlich schon und vielleicht sieht man sich ja morgen wieder. Mich würde es wahnsinnig stolz machen.

See you tomorrow, but still remember: TOMORROW ISN´T TODAY

maik

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