Who let the Mops out ??? (Tag 8)

Möpse, kaum ist von ihnen die Rede, sichert man sich meine gesamte Aufmerksamkeit. Sollte also jemand in einer Unterhaltung den Hauch von Desinteresse meinerseits verspüren, rate ich demjenigen einfach mal das Wort MÖPSE in den Raum zu werfen und schon bin ich ganz Ohr. Jungen Damen rate ich gleich MÖPSE in den Raum zu werfen und zwar ihre eigenen. Wohin das Glubschauge auch reicht, bombadiert uns die Umwelt mit Möpsen. Gleich auf Seite 1 Deutschlands beliebtester Klolektüre hupen sie uns entgegen und belästigen uns weiterhin im Tagesverlauf auf Plakaten und im nachmittaglichen Kinderfernsehprogramm auf RTL 2. Selbst einem Blinden würde es schwer fallen, nicht über Möpse im Alltag zu stolpern. Über die Jahre hat man da schon so einiges an skurrilen Möpsen zu Gesicht bekommen, doch so ein Prachtexmeplar von einem Mops ist selbst mir in noch nie vor die Linse geraten.

Kaum einen meiner Laufschuhe groß und trotzdem nicht klein zu kriegen. Um wen es sich bei dem niedlichen Möpschen handelt, ist niemand geringeres als Floe, dem Liebling meines guten Freundes Martin Döhler. Nach eigenen Aussagen stand Martin schon immer auf Möpse und bei einer Hündin wie Floe ist dem Betrachter auf Anhieb klar, wie Martin da schwach werden konnt.

Als Martin vor knapp einem Jahr hier in Berlin zu Besuch war, nutzten wir beide natürlich die Gelegenheit, um uns zum einen nach langer Zeit überhaupt mal wieder zu sehen und zum anderen in der knappen Zeit die Berliner Laufgegenden rund um den Tempelhof unsicher zu machen. Damals mit von der Partie war natürlich auch Floe. Keine Lightwight-Trainer an den Füßen, keinen Trinkgurt um die Hüften und kein GPS im Halsband. Dafür aber eine extra Portion Ausdauer im Fressnapf und eine Lunge wie eine ausgewachsene Stute. 4 Minuten auf dem Kilometer und einen Blick auf den großen Augen, der ganz provokativ bei uns anfragte,

ob wir denn nicht mehr zu bieten hätten.

So ein kleines Tier, in der Relation 40 mal kürzere Beine als ich, aber mit einer Leidenschaft zum Laufen als stamme Floe aus einer Kenianischen Mopszucht. Umgerechnet auf uns Zweibeiner spult sie vermutlich ihren 20km Dauerlauf in lockeren 2:30min/km ab, als wäre sie der Arne unter den Möpsen. Später Zuhause durfte sich dann Siri von mir den Vorwurf machen lassen, wieso ihre Möpse denn nicht so schnell rennen können, darauf hin verbrachte ich die Nacht in der Hundehütte.

Wenn ihr also das nächste Mal auf Möpse stoßen solltet, seid bitte vorsichtig, denn sie werden vermutlich schneller sein als euch lieb ist.

maik

P.S.: Die Fotos von Martin & Flo stammen vom Lauf rund ums Bayerkreuz, wo der Mops für Martin zum Hasen wurde. Hier geht es zum Artikel des Kölner Stadt-Anzeigers zum ersten 6-Pfoten-Rennen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s