B-R-O-N-Z-E

Damit ist meine überschaubare Sammlung an Medaillen, um ein weiteres Stück reicher. Nach Silber als Junior über 3000m Hindernis in Bautzen 2006 und ein Jahr später Gold in Hannover, folgte gestern Mittag meine erste Medaille in der Männerklasse. Nicht im Einzel, dafür Dank einer sehr starken Mannschaftsleistung. Zusammen mit Viktor Kuk, der unser Team letztendlich anführte und Marius Hüpel, der als Junior auf seine Chancen im Einzel verzichtete, liefen wir gestern im thüringischen Ohrdruf zu Bronze. Punktgleich mit dem vierten, den Halleschen Leichtathletikfreuden, entschieden wir dieses Duell ums Podium dank unserer besseren Laufleistung für uns. Am Ende war es nur eine (1!!!) Sekunde, die wir weniger aufs Konto brachten und die uns von den direkten Verfolgern trennte. Um mal direkt zu zeigen wie knapp es am Ende war, habe ich die Aufstellung aus der Ergebnisliste kopiert:

 

3. OTB Osnabrück 1 (55.) 39:35 + 1:06

KUK, Viktor (1989) 13:08 (15.) – WOLLHERR, Maik (1985) 13:10 (17.) – HÜPEL, Marius (1991) 13:17 (23.)

 

4. HALLESCHE LA-FREUNDE 1 (55.) 39:36 + 1:07

WÖLLENWEBER, Till (1992) 13:06 (13.) – BARTHOLOMÄI, John-Philipp (1993) 13:13 (19.) – FESSEL, Ken (1985) 13:17 (23.)

 

Natürlich haben wir nach unserem Auftritt als Team bei den Niedersachsenmeisterschaften ein bisschen mit einem der vorderen Plätze geliebäugelt, sogar das Wort Medaille in den Mund genommen, doch beim Cross weiß man ja nie. Plötzlich kann jemand stürzen oder einfach mal einen völligen Totalausfall erleiden. Insbesondere die Leistung des Dritten ist bei einer Mannschaft immer der entscheidende Faktor. Und in unserem Falle hat Marius gestern wirklich eine traumhafte Vorstellung abgeliefert. Schon in der Halle und beim Cross in Lingen stellte unsere „Sehne“ seine gute Form in diesem Winter unter Beweis, überzeugte immer mit sehr viel Mut und der nötigen Entschlossenheit. So auch gestern. Ohne großen Rückstand zu Viktor und mir sicherte uns sein abgeliefertes Rennen den dritten Platz in der Mannschaftswertung und wieder einmal war der Kleine ganz groß. Ich wünschte mir, ich hätte davon gestern eine Portion abgegriffen. Denn wie schön und freudig der Gewinn des dritten Platzes für uns als Mannschaft und auch für mich gewesen sein  mag, bleibt immer noch meine Leistung im Einzel als leichter bitterer Nachgeschmack auf der Zunge liegen. Vollkommen amateurhaft habe ich mich am Start verhalten, sah auf den ersten 200m kein Land und musste mich irgendwo bei Platz 50 herumboxen. Jeder Platz und Raumgewinn kostete ab da an unnötige Kraft, die ich viel besser fürs Laufen hätte benötigen können. Zu keinem Zeitpunkt im Rennen fand ich Anschluss, geschweige denn einen Rhythmus und stolperte mehr vorwärts als dass ich es als rennen bezeichnen könnte. Und spätestens als die erste Krise Einzug erhielt, ich sahwie alle um mich herum von dannen zogen, ließ ich zu sehr nach und verschenkte auf diese Weise wieder kostbare Plätze. Plätze, die ich mir im Vorfeld mit Kratzen und Beißen hart erkämpft hatte. Ändern kann ich im Anschluss natürlich nichts an diesem, aus meiner Sicht, verkorksten Rennen und was mir bleibt ist die Bronzemedaille auf der Habenseite. In der Osnabrücker Laufgeschichte dürften wir wohl die ersten Medaillengewinner bei Deutschen Crossmeisterschaften als Mannschaft sein, was wieder einmal unterstreicht wie bedeutsam der Wechsel von Viktor Kuk zum OTB gewesen ist. Mit einem solchen Athleten im Team, der über ein so großes Potential verfügt, lassen sich in diesem Jahr noch viele andere Titelträume und Ambitionen verwirklichen, worauf ich mich noch sehr freue.

Nun heißt es nach dem gestrigen Abschluss des Winters die Augen in Richtung Sommersaison zu richten und dafür schon einmal die Weichen zu stellen. In genau zwei Wochen wollen wir dafür unsere Zelte an der Ostsee aufschlagen, um uns auf der Insel Usedom in Zinnowitz auf die Wettkampfsaison 2012 einzustimmen. Bis dahin versorge ich euch natürlich weiterhin mit vielen Informationen und Videos und natürlich auch der ein oder anderen interessanten Gesichte aus dem Alltag. Vielen Dank für die vielen positiven Rückmeldungen in der vergangenen Woche. So etwas motiviert mich natürlich immer sehr, auch in Zukunft diesen Blog aktuell zu gestalten und euch als Leser zu unterhalten.

 

DANKE für euer Feedback.

 

maik

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