Bitte lächeln

„Spiel mit der Kamera. More Drama. Genau so, zeig mir deinen Schlafzimmerblick. “

Gut gemeinter Rat vom Andreas, aber von welchem Schlafzimmer ist denn bitte hier die Rede? Seit geschlagenen 6 Jahren verbringe ich nun meine Nächte in der obersten Etage eines Hochbetts, erst seit zwei davon mit einer BettnachbarIN, davor schnarchte unter mir immer ein Kerl. No homo. Wenn ich mich um 2Uhr morgens zum Pinkeln aus knapp 2 Meter Höhe, vollkommen nachtblind versuche herunter zu hangeln, tragen meine Augen nur einen Ausdruck auf der Linse:

Angst mir mit dem nächsten Schritt ins Leere beide Beine zu brechen. Also nichts mit smokey Eyes.

Verloren im Park auf der Bank sitzend, trifft mich schon wieder der nächste Blitz, während ich den Anschein kriege, unter Kontrollverlust meiner Mundwinkel zu leiden. Denn trotz meiner Bemühungen beinhalten ihre Bewegungen an diesem bewölkten Nachmittag im Bürgerpark nur den Radius von Gesichtslämung zu Tourette Spastik. Und so setzte ich wieder mein gequältes Botoxlächeln auf und trage in Wahrheit die Angela-Merkel-Hundwinkel auf meinen Lippen.

Doch Andreas, der leitende Fotograf für dieses Shooting, beweist in meinen Augen das höchste Maß an Geduld, obwohl er allen Grund dazu hätte, mir seine Kamera um die Ohren zu donnern.

„Maik Mund zu. Maik langsamer laufen. Maik schau mich nicht an“

Und trotzdem schießt er weiterhin wie ein Amokläufer mit seiner Großkaliber Kamera um sich, setzt mich in Szene, weiß genau wie er mich wo ablichten muss, damit am Ende aus mir, der Ausmalvorlage im Kinderarztwartezimmer, noch ein ansehnlicher Picasso wird. Ihm zur Seite steht seine reizende Assistentin, die auch oft meine reizende Assistentin ist. Gekonnt, als hätte Siri nie etwas anderes in ihrem Leben getan, hält sie ihm die Stange, des Stativs versteht sich, denn schließlich hat er ja „ein riesen Teil“ (O-Ton).

Gut 90 Minuten später ist unser Fujifilm voll, mein Repertoire an Modelposings erschöpft und die Location in vorabendliche Dunkelheit gehüllt. Ende eines aufregenden und lehrreichen Fotoshootings. Vielen lieben Dank an den Fotografen Andreas Schwarz. Danke für deine Mühen, danke für deine Geduld und danke für den wirklich tollen Nachmittag. Natürlich auch schon mal Danke an die Zeitung AKTIV LAUFEN für euer Interesse an meiner Person. Ich freue mich schon sehr darauf den Artikel in eurer Zeitschrift zu lesen und beim Durchblättern zu sehen, dass ihr

„doch ein Foto für mich habt“

maik

P.S.: die Grundzüge dieses Blog enstanden live & direkt beim Shooting im Park, als ich mit dem Laptop auf dem Schoß abgelichtet wurde

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