Straßenläufe bleiben weiter ein Glücksspiel

Irgendetwas stimmt da doch nicht, oder? Akribisch sind die Polizei und das Ordnungsamt hier in Berlin damit beschäftigt die Hütchenspieler an belebten und beliebten Knotenpunkten der Stadt zu vertreiben, während sie mich weiterhin an Berliner Straßenläufen teilnehmen lassen. Dabei entpuppte sich bislang jeder meiner Versuche, eine neue Bestzeit auf dem Asphalt der Hauptstadt aufzustellen, ebenso als absolutes Glücksspiel.

Mal hopp, mal weniger hopp, doch nie wirklich topp.

Und trotzdem gebe ich die Hoffnung nicht auf. Auch nicht nach gestern nicht. Denn trotz der verpassten Bestzeit auf dem Weg von Falkensee nach Spandau, gewinne ich diesen 10km doch so einiges Positives ab. Zu keinem Zeitpunkt des Rennens hatte ich ein wirkliches Tief. Gut, ein Hoch konnte ich auch nicht erkennen, aber das sei zunächst hinten angestellt. Weiterhin nahm ich auf dem letzten Kilometer noch mal die Beine in die Hand (3:01min). Aus der Erinnerung weiß ich, dass ich da schon das ein oder andere Rennen auf gewiss langsamere Art und Weise zu Ende brachte. Woran hat es also gelegen? Klappern wir mal den offiziellen Ausredenkatalog für ein misslungenes Rennen ab.

Wetter? Sonne, kaum Wind, warme Frühlingstemperaturen. Zu warm? Nein! Am Wetter kann es nicht gelegen haben.

Strecke? Ja die Strecke. Flach war sie, mit lauter langen Graden. Fast perfekt. Unregelmäßige Kilometeranzeigen, aber naja. Kein Grund.

Was gibt es noch für plausible Ausreden? Mir fällt echt nichts ein. Dir vielleicht? Dann bleibt mir ja nichts anderes übrig, als doch bei mir selbst zu suchen. Fehleranalyse. Heikles Thema.

Da wäre zum Beispiel, ein zu hohes Anfangstempo. Gab es nicht. 3:11min auf dem ersten Kilometer (9:24min bei 3km), war dann doch wirklich sehr kontrolliert. Direkt von Beginn an habe ich meinen Laufschritt und Rhythmus gefunden, immer mit Blick nach vorne, immer mit Blick auf mich selbst, ganz ohne Hektik, anders als bei allen anderen Straßenläufen bislang. Vielleicht schon etwas zu passiv, denn mit etwas mehr Druck am Anfang wäre der Versuch Anschluss zur Spitzengruppe herzustellen, im weiteren Verlauf des Rennens doch ein wenig realistischer gewesen. Anders herum, hat der Nils Gerber trotz eines Sturzes am Start, mit einem couragierten Kilometer 6 (15:57min Durchgangszeit bei 5km), doch noch den Kontakt nach vorne gefunden und wurde am Ende sogar noch 2ter. Im Lauf selbst herrschte aber viel mehr wieder der Gedanke des „NICHT-ANKOMMENS“ vor, der mich davon abhielt zur Halbzeit einen Angriff nach vorne zu wagen. Rückblickend vielleicht ein verlorenes Wagnis. Ab Kilometer 7 musste ich mich dann alleine nach vorne kämpfen, überwand mich selbst aber nur zaghaft und verlor dann wieder auf den Kilometern 8 (3:15min) und 9 (3:13min) wichtige Sekunden im Kampf um meine Bestzeit.

Für die weitere Suche nach Antworten, könnte ich nun seitenweise weiterschreiben, was ich mir aber in eurem Sinne sparen werde. Fakt ist, dass ich so eine ZEHN auf der Straße öfter laufen muss und es einer besseren Vorbereitung bedarf, um auf dieser Strecke auch mal wirklich was zu reißen. Ab Mitte Juni werde ich dafür Zeit und Lust finden, da bin ich mir sicher. Bis dahin gebe ich mich mit diesen 31:42min als erste Orientierung im Laufjahr 2012 zufrieden und blicke nun auf das nächste Ereignis:

TRAININGSLAGER ZINNOWITZ

Bis dahin halte ich euch hier auf dem Laufenden und sage einfach mal bis die Tage.

maik

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