Arschbombe im Plantschbecken

Egal ob im Wasser, ob an den Turngeräten oder auf dem Fahrrad, es wird versagt was das Zeug hält. Schenkt man den Medien Glauben. Und wäre die deutsche Olympiamannschaft ein Acker, würde darauf nicht mal Unkraut wachsen wollen, aus Angst ungenießbar nach Versagen zu schmecken. Schon so manch dunkler Tag knickte ins große Buch der Weltgeschichte ein Eselsohr für die Nachkommen hinein. Was haben wir nicht schon alles erleben müssen? Börsencrashs, Kriege, die Trennung von Take That, das Comeback von Take That, aber das erste Wochenende der Spiele von London setzte selbst der Queen noch eine Krone auf. Sogar vom schwarzen Samstag war die Rede.

Um Gottes Willen.

Verzweiflung, Tränen, Kopfschütteln, Fassungslosigkeit, alles auf einmal. Am liebsten hätten sich die Schwimmer gleich selbst ertränkt, doch dafür schwimmen sie dann doch noch zu gut. Zum Gewinnen zu schwach, zum Ersaufen zu stark. Und somit steigt die Unzufriedenheit weiter wie der Meeresspiegel vor der Küste Hollands.

Nur bei den Leichtathleten nicht. Nein, nein, nein, die atmen alle samt entspannt durch die Wettkampfshorts. Während sich die Athleten anderer Sportarten schon mal eine Nummer bei der Agentur für Arbeit ziehen, um sich für ihre berufliche Zukunft nach Olympia neu zu orientieren, können unsere Läufer, Springer und Werfer locker die Themse entlang spazieren.

Keine Erwartungen, kein Druck.

Jeder Finaleinzug, jeder Zentimeter weiter nach vorne, jede Sekunde weniger langsam hinter den Siegern, bedeutet ein Fortschritt zu den Spielen 2008 in Peking. Und wer weißt, vielleicht bleibt die Medaille von unserm STORLI nicht die Letzte. Doch wollen wir bloß nicht die Messlatte so hoch auflegen, dass wieder alle Erwartungen da drunter Limbo tanzen. Nur nichts heraus beschwören, bevor die Leichtathleten dann auch noch baden gehen. Doch selbst mit Aquajoggen machen wohl die meisten unserer Athleten noch eine bessere Figur als die Schwimmer.

Nach einer Woche Randsportarten haben endlich die wahren Spiele begonnen.

maik

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