Für ein paar Tage in OC

Kurze Atempause. Nach Wochen und Monaten der Fokossierung auf diesen einen Tag X am 30. September diesen Jahres, der in etwa so schnell Geschichte wurde wie mein körperliches Leideen davon, stehen nun noch einige Rennen und Rennmöglichkeiten für dieses Jahr aus. Im Training fühle ich mich großartig, konnte im Anschluss an den Berlinmarathon fast jeden Tag einige Meter im Park laufen und am Wochenende (Sonntag) sogar ein Tempotraining auf der Bahn als Vorbereitung für die ASICS GRAND TEN am kommenden Wochenende absolvieren.

Über Wochen hinweg habe ich während der Marathonvorbereitung zwar viel trainiert, insbesondere was die Umfänge an Kilometern betraf, aber die Intensität anders als im Mittelstreckentraining gestaltet. Ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht, wann in den 12-14 Wochen meine Lunge mal auf ihr Äußerstes und darüber hinaus aufgeblasen haben sollte. Vermutlich liegt auch darin der Hund begraben, wieso ich zwar eine solide Leistung am Marathontag selbst abrufen konnte, aber keinen Schritt darüber hinaus. Rückblickend bestand mein Training hauptsächlich aus Dauerläufen im Bereich von 4min – 3:40min pro Kilometer. Die Tempoeinheiten waren hingegen auch wieder zu „lasch“ von mir angesteuert, sodass es letztendlich kaum einen Unterschied zwischen der Dauerlaufgeschwindigkeit und dem Tempotraining gab. Kurz ausgedrückt:

Ich bin zu weich mit mir umgegangen.

Nun vor dem 10er am kommenden Wochenende, wollte ich meinen Körper ein bisschen anschubsen, im Anschwung geben und die Reserven aktivieren, die im Hinterkopf noch als Verknüpfung hinterlegt sind. Dazu begab ich mich auf die Bahn mit der Idee 2000m nach Gefühl, ohne Blick auf die Uhr, zu laufen, die Beine soweit es geht rollen zu lassen und zu schauen wie gut und wie weit es mit ihnen geht. Die ersten zwei Runden stellten kein großes Problem dar, ich lieferte sie mit 70sec (2:20min) ab und versuchte für die anstehende zweite Häflte Schrittlänge und Frequenz in Einklang zu bringen. Doch schon nach der nächsten Runde merkte ich wie sich meine Lunge zu Wort meldete, als wäre ich nach einer 800m in der Halle schon im Ziel. Nach 4 statt 5 Runden im Stadion war der Lauf dann für mich vorbei. Für eine Belastung im maximalen Bereich fehlte mir ehrlich gesagt die Muse, eine Woche nach dem Marathon. Daher fiel die Entscheidung auf einen Abbruch nach 4 Runden und einer Ergänzung durch einen 500m Abschnitt, nach 5 Minuten Pause. Im Vergleich zu den 1600m hatte ich bei dem kurzen Abschnitt weniger Probleme mit der Lunge, konnte von Anfang bis Ende am Tempo schrauben und lieferte im Ziel noch eine Zeit von 79sec ab. In der Kombination mit dem langen Abschnitt konnte ich mich durchaus damit arangieren und mich zufrieden geben.

Marathon ist eben keine 3000m, auch wenn einem auf der Strecke ähnliche Hindernisse begegnen. Zuletzt habe ich meine Lunge in Hannover bei den Niedersachsenmeisterschaften über 1500m soweit ausgereizt. Und ein Blick in den Kalender verrät, dass dieser Wettkampf schon ein paar Tage her ist.

Auf den „Test“ folgen ruhige Tage, Erholung hier in Ostercappeln (habe ich erwähnt, dass ich hier bin?) undn die mentale Ausrichtung auf den Sonntag. Ich bin gespannt und freue mich auf die „kurze“ Strecke. Mal sehen was da geht.

maik

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