Davor, dahinter, dabei.

auf dem wegEine Nacht nach Ulm. 15km vor Ulm. Vielleicht noch ein Jahr bis Ulm. In Ulm und um Ulm herum. Wiesen, Felder, vor mir liegt endlos weites grün. Von Nebelbedeckt und von der orangen Morgensonne geküsst. Wohin ich genau lauf, weiß ich nicht, doch der Weg führt geradeaus. Abzweigungen rechts, Schleichwege linke, doch ich bleibe auf diesem Weg.

Wäre ich in meiner jungen Karriere immer nur wegen der Platzierungen gelaufen, wäre ich sicherlich längst an der einen oder anderen Kreuzung dem Schild mit der Aufschrift „Endstation“ gefolgt. Doch das bin ich nicht. Und deshalb bleibe ich auf diesem Weg.

Meine Füße schmerzen nach den vergangenen Wochen, nach dem gestrigen Abend im Donaustadion. Beinahe kriechend schleppe ich mich den Anstieg hoch. Ohne zu wissen was dahinter auf mich lauert, will ich es sehen, will ich da hinauf, will ich auf diesem Weg bleiben.

Mit jedem Zentimeter rollte die Sonne ein Stück weiter über die schwarze Linie des Asphalts. Sie mir entgegen, ich ihr entgegen. Von oben blicke ich wieder in Richtung Tal, in Richtung weiter Felder, grüner Wiesen, auf denen sich der Nebel immer noch nicht gelichtet hat um kurz nach 6 Uhr. Eine Nacht nach Ulm, 15km vor Ulm und ganz sicher noch ein Jahr bis Ulm. Und so wie ich an den gestrigen Abend im Donaustadion denke, mir die Zukunft ins Gesicht lacht, weiß ich genau, warum ich hier bin. Nicht wegen Platzierungen, sondern wegen genau dieser Momente.

Ich bin auf dem Weg.

maik

Ein Gedanke zu „Davor, dahinter, dabei.

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