Schwammkopf

Aus dem Bett, auf die Massagerolle, in die Schuhe, raus zum Park. Die 4 von der seelischen Tankstelle. Wieder Luft tanken, Kraft tanken, Motivation tanken. Zurück zu alten Elementen. Keine stickige Hallenbadluft, keine knackenden Pedalen unter den Füßen. Jeder Regentropfen ist ein Geschenk sag ich euch und ich ein Schwamm. Nicht wie Spongebob, aber trotzdem sauge ich jeden diesen Tropfen an diesen anfänglichen Herbsttagen auf, speichere ihn ab und gieße damit die Pflanzen in mir, die in den vergangenen Wochen langsam aber sicher dahin welkten, trotz Schweiß auf dem Ergo und den tausenden von Litern Wasser im Schwimmbecken. Nichts kann eben den Gang raus in den Park ersetzen. Plötzlich ist die Runde, auf der man vor Wochen im gewöhnlichen Training noch einen Langeweilemarathon abspulte, die absolute Achterbahn. Hier geht es ja rauf und runter und überall gibt es was zu sehen. Menschen, Tiere, Sensationen. Alles sauge ich auf mit meinem Schwammkopf. Für später, für schlechte Zeiten, vielleicht ja schon für Morgen.

Gestern las ich den Satz: Demut vergisst man so schnell wie man sie kennenlernte. Also nur ein One-Night-Stand? Bloß eine flüchtige Bekanntschaft? In meinem Fall nicht. Die letzten Wochen haben ihre ganz eigenen Spuren hinterlassen, positiv als auch negativ. Natürlich auch negativ. Aber ihnen schenke ich nicht meine Aufmerksamkeit. Dafür ist kein Platz in meinem Schwammkopf.

Für mich zählt augenblicklich JETZT.

Maik

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