Never boring morning

Brennend begrüßt mich der Berliner Himmel an diesem Dienstagmorgen als ich zum Morning Run in Richtung Schönholz aufbreche. Gibt gewiss hässlichere „Hallos“ in dieser Stadt als das Heutige. Entlang des morgendlichen Stop-and-Gos, der sich schleppend von Nord nach Süd quält, bewege ich mich ähnlich flüssig zurück in die alten Gefilde, die ich noch vor 2 Jahren täglich aufsuchte. Hier haben meine Füße wieder laufen gelernt. An diesem heutigen Morgen stellen sich diese aber auf stur wie ein bockiges Kind. Jeder Schritt nervt. Jeder Schritt wehrt sich. Jeder Schritt kotzt mir vor die Füße. Mein Kopf ist bereits hinter dem nächsten Baum, während meine Beine direkt davor stehenbleiben. Irgendwo hier müsste noch ein Herz aus meinem ersten Winter in Berlin eingeritzt sein. Also werfe ich doch noch einen weiteren Blick hinter den nächsten Baum, auf der Suche nach genau diesem Herz. Vorbei am Sowjetdenkmal, am Sportplatz am Ehrenmal, wo ich einst im Dunkeln auf Asche meine Runden drehte, zurück zur neuen „Robert-Krebs-Allee“ und wieder zum Anfang. Mein Baum mit dem Herz fehlte auf den ersten Blick. Also noch eine Runde bis man mich aus diesem Wald heraustragen muss. Irgendwo wird dieser Baum doch noch stehen. 

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