Tausend Teile

Vor mir liegt ein Haufen kleiner Pappteile. Allesamt bunt. Ihre Rückseite blau. Keines gleicht dem anderen, allesamt ecken sie an. Nur die wenigsten passen aneinander und doch gehören alle zusammen. Jedes Teil sucht seine direkten Nachbarn und der Haufen aus bunter Pappe seine Ordnung. Stück für Stück beginne ich Licht ins Chaos zu bringen, die Einzelteile zu verbinden und aus unförmigen Ecken und Kanten langsam eine einheitliche Fläche zu bilden. Es braucht Zeit. Es bedarf Geduld. Was nicht passt, muss warten. Kein Biegen. Kein Brechen. Aus dem anfänglichen Haufen Pappe wird langsam ein Bild, noch lückenhaft und doch schon erkenntlich in welche Richtung es abzielt. Von den 1000 Teilen, die unkontrolliert aus der Schachtel purzelten bleiben nur wenige ohne erkennbares Ziel übrig. Und auch diese werden noch ihren Platz neben den anderen finden. Ohne sie bleibt das Gesamtbild unvollständig. Ohne sie bleiben Nachbarn ohne Nachbarn. Und nur sie können die Lücken vervollständigen. Wieder sticht ein Teil aus dem Chaos heraus und macht sich auf die Reise an seinen Platz. Geduldig warten die restlichen 473. Sie werden ihm schon bald folgen. 

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