Null Komma Nix

Keine Chance. Nicht eine winzig kleine. Geschweige denn ein Hauch. Gestern nach 20 Uhr auch nur ein Wort hier zu hinterlassen, war schlichtweg unmöglich. Nicht weil das Internet ausfiel oder der Strom, sondern schlichtweg mein Körper. Selten habe ich mich körperlich schlechter und am Rande meiner Existenz gefühlt als am gestrigen Abend. Mein Leben zwischen 20 und 3 Uhr spielte sich auf Toilette ab als wäre ich ein Kind vom Bahnhof Zoo. Nach 18 Kilometer Tempowechsellauf bei Regen und Kälte, zeigte mir mein Körper im Anschluss, wer der Herr im Haus ist. Bei jeder Bewegung purzelten die Organe im Inneren wild durcheinander, jeder Tropfen Flüssigkeit intus suchte schnellstmöglich den Notausgang. Richtung egal. Hauptsache raus. Da ist die Frage nach dem Sinn und ob das noch gesund sei mehr als berechtigt. Aber glaubt mir, die Antwort suche ich seit Jahren vergebens. Passiert nicht oft, dass die Abrissbirne im Inneren wütet und alles in Schutt und Asche legt für einen Abend zumindest. Auch das zählt zu einer der beiden Seiten des Leistungssports. So leicht und schwebend sich für Außenstehende ein Zieleinlauf aussehen mag, dahinter verbergen sich auch Nächte wie die gestrige, die den Körper in Einzelteile zerlegen und du am nächsten Morgen ohne Bauanleitung vor einem Haufen Elend stehst. Tag und Nacht. Zwei Seiten. Meinem Schlafplatz auf dem Klodeckel nach zu urteilen, die Kehrseite. But who cares? Life goes on. Zumindest seit heute Morgen. Jetzt ist auch wieder an schreiben zu denken.

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