Darf ich jetzt noch laufen? (Laufen bei Schnee und Eis Pt. II)

Anhand der Zugriffszahlen kann ich in meiner Statistik auch nachvollziehen, aus welchen Beweggründen sich einige Leser hierher verlaufen haben. Seit einigen Tagen nämlich erhält ein bereits vor Jahren erschienener Artikel unter der Überschrift „Laufen im Schnee“, die größte Aufmerksamkeit pro Tag und das obwohl er, wie fast alles hier, nicht wirklich ernst gemeint gewesen ist. Damit nicht alle verärgert über den Blödsinn, den sie freiwillig unfreiwillig lesen mussten, den Blog kopfschüttelnd verlassen, hier eine kleine Neuauflage unter der Fragestellung

DARF ICH JETZT NOCH LAUFEN?

Draußen ist kalt. Draußen ist sehr kalt. Draußen ist es sch***e kalt. Das aber interessiert den Fetzen Papier auf dem dein Trainingsplan verewigt ist recht wenig. Denn der macht es sich bei molligen Temperaturen auf deinem Schreibtisch bequem. Bis jetzt. Denn auch hier gilt gleiches Recht für alle. In Zukunft lagerst du deinen Trainingsplan im Gefrierfach und schaust mal was passiert. Tipp 1. 

Natürlich kann man bei dem Wetter und Temperaturen unter 0°C laufen. Du gehst auch bei diesem Wetter einkaufen und zur Arbeit. Schraub die Geschwindigkeiten nicht nur runter, sondern leg die GPS Uhr gleich weg. Vertrau auf dein Laufgefühl und kontrollier deine Atmung. Zeiten sind jetzt unwichtig. Die Kälte kostet mehr Energie, die glatten Wege ein hohes Maß an Konzentration und Koordination, alleine dass ist heute mehr Trainingsinhalt als Zeiten auf die Zehntel genau. Jetzt zeigt sich, ob du Läufer bist oder es gerne wärst. Denk an alle, die es heute nicht vor die Tür geschafft haben. Denk an deine Ziele im Jahr. Denk bloß nicht über deinen Sommerurlaub nach. Tipp 2.

Egal ob früh am Morgen oder spät am Abend, leg dir eine Lauftight auf die Heizung. Alleine der Gedanke in eine warme Hose zu steigen, erleichtert dir den Push, den du brauchst, um loszuziehen. Tipp 3.

Doppelt hält besser. Zieh dich verdammt nochmal warm an. Wenn es sein muss sägst du zwei Löcher in den Kleiderschrank für deine Beine, stellst einen Heizpliz rein und gehst damit laufen. Jetzt kommt endlich die Zeit, in der auch mal das Laufshirt, das ganz unten im Stapel liegt, zum Einsatz kommt. Gönn dem Erinnerungsstück an den „Büggelbacher 7 Brückenlauf 2001“ endlich mal den großen Auftritt, den es verdient. Und sei es als 4te Lage. Doppelt Mütze, doppelt Handschuh. Doppelkorn. Tipp 4.

Gerade bei frischem Schnee bieten sich profilierte Schuhe natürlich an. Auch wenn ich dachte es nie sagen zu müssen,  aber sogar diese „Schneeketten“ für die Schuhe taugen richtig was. Wenn es natürlich vereist ist, nützen dir auch die tiefsten Rillen in der Sohle nichts. Dann sollte man einfach mal den Kopf einschalten, solange man sein Gehirn noch nicht geprellt hat und einfach mal aufs Laufband umsteigen, ein Probetraining kann man fast in jedem Fitnessstudio machen. Bei einigen geht sogar eine Woche. Einige Decks in Parkhäusern sind wenig bis gar nicht befahren und vor Großmärkten steht oft überdachte Parkplätze, die echt viel Platz bieten. Seid kreativ. Tipp 5.

Soweit meine Ideen zum Laufen bei Schnee und Eis und Kälte. Wie immer gilt. Passt auf euch auf. Macht euch sichtbar, wenn ihr in Straßenverkehrsnähe unterwegs seid und vergesst niemals, es ist zwar laufen, aber dann doch nur laufen. 

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