Wasserkante / #never2old / Tag 4


Entlang der Kante zwischen Strand und Meer hinterlasse ich kurz meinen Fußabdruck im Sand, bevor eine Welle hinter mir diesen mit sich zurück ins Wasser zieht. Auch wenn die Sonne an diesem Morgen am Atlantik ausbleibt, gibt es keinen Grund so trüb dreinzuschauen wie der Horizont. In mir strahlt es und zwar in sämtliche Himmelsrichtungen. Grenzenlos. Während eine Möwe über mir ihr Weites sucht, liegt meines direkt vor mir. Zumindest bis am Ende dieses Strandabschnittes der Palast des Königs meinem Morningrun einen kleinen Riegel vorschiebt und mich ein freundlicher Polizist darauf hinweist, dass für mich an dieser Stelle Schluss ist. Doch nicht ganz grenzenlos. Aber damit kann ich leben. Lieber ein Wendepunkt als eine Sackgasse. Also umkehren. Entlang der Wasserkante. Bekannter Weg. Neues Fahrwasser. Schließlich sind die Spuren meines Hinwegs längst Geschichte und im Meer verschwunden. Oder vom Strand davongespühlt? Wo hört der Strand auf? Wo fängt das Meer an? Die Grenze zwischen dem was ist und dem was war, ist fließend. Immer entlang der Wasserkante. Und ich balanciere darauf dem Morgen entgegen. #never2old

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