Sonnenaufgang

Letzter Lauf. Noch einmal den Berg hoch. Noch einmal die Füße rotieren lassen. Egal wie schwer die Beine auch gerade sind. Hinter mir liegen bereits 7 Läufe an meinem Berg im Schillerpark und 60 Minuten Beinkraft bei McFit. Dabei zeigen die digitalen Zeiger der Pulsuhr gerade mal kurz nach 7 Uhr. Seit 5:40 Uhr bin ich unterwegs an diesem Freitag, kam um kurz nach 5 Uhr aus dem Bett und hatte direkt Bock an diesem letzten Arbeitstag der Woche zu ackern. Ran. Kurz treten. Ran. Die Sonne lacht mir direkt von vorne ins Gesicht und ich lache zurück, denn ich weiß wie kostbar dieser Moment ist und wie glücklich ich mich schätzen kann, ihn mit mir selbst zu teilen. Also renne ich los, um besser sein als im Lauf zuvor. Auch wenn die Kraft in den Beinen schon seit der Hälfte fehlt. Durch die Bäume blitzt immer wieder die Sonne durch und sagt mir, dass da noch was geht. Noch ein Schritt mehr in den Stelzen steckt. Noch ein Atemzug mehr in die Lunge passt. Und so greife ich nach der Ziellinie. Meter um Meter. Sonnenstrahl für Sonnenstrahl. Genau für diese Einheiten stehe ich morgens auf. Sie warten fast immer dort draußen auf mich. Nur manchmal lächeln sie nicht so schön wie heute.

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