Zugvögel (Tag 1)

Ein Atemzug reicht. Kurz tief einatmen. Augen schließen. Gedanken schießen lassen. Jeder kennt diese Orte. Dampf aus dem. U-Bahnschacht. Bolognese im Treppenhaus. Parfum der ersten Liebe. Ein Atemzug genügt für tausende Bilder im Kopf. Bloß ein kurzer Reminder für unzählige Flashbacks. Und plötzlich ist man wieder da als hätte man diesen Ort niemals verlassen. Als sei man nicht gealtert in der Zwischenzeit. Dann steigt man in die Spikes und schwebt über den frischen Tartan. Hauchdünn über der Oberfläche auf einem Polster aus Erinnerung und Gegenwart. Jeder Schritt greift in einander. Jeder Atemzug pustet dich ein Stück weiter nach vorne bis die Beine mehr und mehr auf dem Boden der Tatsachen kleben bleiben. Und das Brennen in der Lunge erinnert dich plötzlich daran, was du in den vergangenen Tagen oder Wochen oder Jahren vermisst hast. Wofür dein Herz schlägt. Wofür du heute hier bist. Ein Zug reicht dafür aus. Egal wie viele Jahre zwischen gestern und heute liegen.


Morgens: 8km / 4:00min/km / Gymnastik + Laufschule + Steigerungen
Abends: Erwärmung / 2*300 + 3*1000m + 2*200 / Cooldown

Veröffentlicht von maik wollherr

Zwischen Training und Therapie - Lauf mit mir eine Runde um den Blog

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