Zeitfenster

Freitags ist das Zeitfenster am Morgen nur auf Kipp. Da muss alles passen. Mein Fresspaket für den Tag schnüre ich bereits am Abend zuvor und nachdem der Wecker klingelt, heißt es, jetzt oder nie. Um 8 Uhr muss ich auf Arbeit sein, wenn ich also was schaffen will, muss ich vor 6 Uhr raus. Da verlegt man schon mal die Nachbereitung auf später in die Mittagspause.

Kuchen und finden

Wieder Mittwoch. Wieder klingelt der Wecker früher als sonst. Dabei ist die Zeitumstellung schon ein paar Tage alt. Nachdem ich vorige Woche notgedrungen meinen Tempodauerlauf von der Abendstunde auf morgens 8 Uhr verschieben musste, gefiel mir das Ambiente im Park und der Gedanke bereits vor 10 Uhr eine schwere Einheit absolviert zu haben so gut, dass ich in Zukunft weiterhin die frühe Morgenstunde des Mittwochs für mich nutzen werde. Außerdem gilt ja

 „wer früher aufsteht, hat mehr vom Tag“

So kann ich in Ruhe einen Kuchen packen als kleine Motivationsspritze, wenn das Training Rum ist. Aber bevor es ans Kuchenbuffet geht, will ich erst paar Worte zum Training verlieren. Nachdem meine Beine gestern morgens und abends gelitten haben, folgte heute früh ein Tempodauerlauf im Schillerpark auf der 1000m Runde. 8km kontrolliert, Blick weniger auf die Geschwindigkeit, sondern wie immer auf den Puls. Maximal 167 lautet die Marschroute. Vergangene Woche pendelte sich das Tempo bei 3:30min/km ein, vor 14 Tagen bei 3:42min/km. Heute blieb die große Steigerung aus, aber auch ein kleiner Schritt nach vorne, ist nach vorne. 3:28min/km bei 163 Durchschnittspuls und 4.0mmol/l Laktat. Alles auf Kurs. Da ist schon ein Stück Kuchen drin. Ohne Mehl, ohne Zucker und absolut vegan. Gefüllter Apfelkuchen. Rezept folgt. Aber soviel sei schon mal verraten, die Motivationsspritze hat sich gelohnt.

Legday

Heute wurden die Beine gequält. Morgens um 7 Uhr und abends um 17 Uhr. In der Früh bei McFit. Am Abend im Schillerpark. Vor dem Frühstück an Geräten zwischen Pumpern und denen, die gerne welche wären. Und vor dem Abendessen in der Natur neben Eichhörnchen und Shisharauch. Mit dem Frühling füllt sich auch der Schillerpark wieder und all die depressiven Winterkinder, kommen aus ihren Ecken gekrochen. Vorbei die Einsamkeit des Langstreckenläufers. Doch damit lässt es sich leben. Bleibt immer noch die Zeit vor 7 Uhr, wenn die, die noch bis weit nach Sonnenuntergang ihren Rauch ich in den Abendhimmel pusten, in den Federn liegen. Jeder wie er es brauch. Un diesem Sinne. Gute Nacht.

Frühlings.Gefühle

Da ist sie. Die Sonne. Oft kopiert, nie erreicht. Endlich bleibt es nach Feierabend noch lange hell und die kurze Hose aus der hintersten Ecke des Kleiderschranks, darf wieder in die erste Reihe zurück. Da fühlt sich laufen gleich anders an. So lebendig. Kein Grund wild herumzuhüpfen, aber sich in dieses Gefühl kurz fallen zu lassen, darf schon mal drin sein. Man lebt schließlich nur einmal. Also nehme ich diesen Frühling Dropkick. Entweder in den Winkel oder in die Weite. 

Durch.Schnaufen

3 Tage raus. 2 Nächte weg. Ins Auto und die Stadt hinter mir lassen. Die Sonne nehme ich mit. Klappe zu. Motor an. Radio laut. I wanna‘ hold your hand. Kein Blues, auch wenn ein Himmel kaum blauer sein kann als dieser vor mir durch die Frontscheibe. 3 Stunden Fahrt und aus dem weißen Rauschen der Stadt wird ein seichtes Rauschen der Ostsee. Möwen kreisen. Möwe kreischen. Und in meinem Kopf kreisen und kreischen die Gedanken mit. 2 Jahre her, dass wir gemeinsam hier waren. 2 Jahre in denen sich soviel bewegt hat, nur ich scheine still zu stehen in einem Vakuum. Gefangen zwischen alten Sorgen und neuen Leiden. Ja du wüsstest immer was jetzt richtig ist. Du hättest immer einen ungeschriebenen Plan in deiner blauen Jacke. Währenddessen scheitere ich wieser mal kläglich daran die Wellen zu zählen und fange immer wieder bei Null an. Umkreist von Möwen. Umkreischt von Gedanken. Du bist mehr als einer davon. Vielleicht magst du nicht mehr da sein, doch an diesem Ort bist du dort. Ob für 2 Nächte. 3 Tage. Oder 2 Jahre. Also beginne ich wieder damit die Wellen zu zählen. 2 Nächte. 3 Tage. Und wenn es sein muss 3 Jahre. Schließlich bin ich hier damit nicht alleine. 

Sonnenaufgang

Letzter Lauf. Noch einmal den Berg hoch. Noch einmal die Füße rotieren lassen. Egal wie schwer die Beine auch gerade sind. Hinter mir liegen bereits 7 Läufe an meinem Berg im Schillerpark und 60 Minuten Beinkraft bei McFit. Dabei zeigen die digitalen Zeiger der Pulsuhr gerade mal kurz nach 7 Uhr. Seit 5:40 Uhr bin ich unterwegs an diesem Freitag, kam um kurz nach 5 Uhr aus dem Bett und hatte direkt Bock an diesem letzten Arbeitstag der Woche zu ackern. Ran. Kurz treten. Ran. Die Sonne lacht mir direkt von vorne ins Gesicht und ich lache zurück, denn ich weiß wie kostbar dieser Moment ist und wie glücklich ich mich schätzen kann, ihn mit mir selbst zu teilen. Also renne ich los, um besser sein als im Lauf zuvor. Auch wenn die Kraft in den Beinen schon seit der Hälfte fehlt. Durch die Bäume blitzt immer wieder die Sonne durch und sagt mir, dass da noch was geht. Noch ein Schritt mehr in den Stelzen steckt. Noch ein Atemzug mehr in die Lunge passt. Und so greife ich nach der Ziellinie. Meter um Meter. Sonnenstrahl für Sonnenstrahl. Genau für diese Einheiten stehe ich morgens auf. Sie warten fast immer dort draußen auf mich. Nur manchmal lächeln sie nicht so schön wie heute.

Tag zum Auftanken

Um 5:30 Uhr klingelte gestern mein Wecker und ich war noch vor ihm wach. Siri hatte Frühdienst um 6 Uhr und weil ich abends keine Zeit hatte, musste ich meinen TDL auf morgens verschieben. Pünktlich kurz vor 8 Uhr verließ ich das Haus in Richtung Schillerpark. 8 Runden, konstantes Tempo, Blick auf den Puls. Letzte Woche pendelte sich das Tempo bei 3:42min/km ein. Gestern konnte ich schon mit 3:30min/km die 8k bei nahezu gleichem Laktat-und Pulswert laufen. Damit bin ich wieder richtig auf Kurs. 

Heute folgte ein ganz erholsamer Tag mit vielen Kilometern, viel Dehnung am Morgen und Kraft am Abend. Dazu wie fast jeden Tag Steigerungen und 100m Läufe für die Bewegungsschulung. Insgesamt kamen 27k auf das Tageskonto und auch die Geschwindigkeit der ruhigen Dauerläufe pendelt sich mittlerweile wieder in Richtung 4min Marke ein bei 135 Puls.

Morgen folgen Bergläufe und Beinkraft, bevor wir für ein Wochenende an die Ostsee düsen. Bisschen rauskommen aus der Stadt. Bisschen Ostseeluft atmen. Abschalten. So wie jetzt. Gute Nacht.

Knappe Worte

Nass bin ich geworden. Bis zur Unterhose und noch viel weiter. Zum Glück besitzt mein Körper Aquastop, sonst hätte ich nach dieser Einheit am Nachmittag einen Wasserschaden bei der Versicherung melden müssen. Aus Grau wurde am Horizont Antrazit mit Tendenz zu Schwarz. Lange hielt der Staudamm am Himmel durch, bis er brach, doch dann war die Flut kaum zu stoppen. Kurz dachte ich noch dran die letzten 4 kurzen Bergsprints durchzuziehen, aber Nässe folgte Kälte und im Gegensatz zum Regen zog diese bis zu den Knochen. Also schnell nach Hause, mit Jacke und Hose in die heiße Wanne. Auf Regen folgt bekanntlich Sonnenschein. Vielleicht schon morgen.

Rote Bete Carpaccio / Foodblog


Heute tausche ich Lauftight und Jacke gegen Kochschürze und plaudere kurz über unser heutiges Abendessen. Dass ich großer Fan von der roten Rübe aka Rote Bete bin, habe ich hier schon öfter mal raushängen lassen, daher fehlt sie natürlich fast an keinem Tag in meiner Speisekarte. Wie beim Training muss es auch nach Training schnell gehen. Also wird die gekochte rote Bete schnell in dünne Scheiben geschnitten, auf dem Teller mit Rucola angerichtet und mit Himbeer-Dressing und Hirtenkäse serviert.

Was du brauchst:

3 gekochte rote Bete (250gr)

100g Rucola Salat

50g Hirtenkäse

Für das Dressing:

2 EL Rapsöl

2 EL Balsamico Essig

2 EL Wasser

3-4 Himbeeren / frisch oder TK

Salz und Pfeffer zum Abschmecken

This is it. Keine Zauberei. Schnell gemacht. Mega lecker. Also gönnt euch.