Run.Eat.Work.Run. / #back2theroots

Schon wieder ist die Arbeitswoche rum. Im Training habe ich neben der Arbeit alles meines aktuellen Planes ausführen können, hatte mit der Berücksichtigung meines Ruhepules ein Aha Erlebnis und hab mich wieder an ein paar schnellere Meter gewagt. Auch der Punkt Ernähung hat sich im Laufe der letzten Wochen sehr stabilisert. Während ich zu anderen Zeitpunkten oft Schwierigkeiten damit hatte, auf ungesunde Lebensmittel wie Süßigkeiten zu verzichten, habe ich mit dem Cut schnell mein Verlangen nach Schokolade, Gummibären oder Kekse abstellen können. Für den Arbeitstag ist es sehr erleichternd, vorzukochen und die Mahlzeiten ernsthaft zu planen und im Tag zu platzieren. Morgens koche ich dafür immer auf 2 Platten gleichzeitig. Auf einer köchelt die Amarantgrütze und auf einer die Tagessuppe. Für die Zwisdhenmahlzeiten schnippel ich Obst und mache mir noch einen Joghurt mit selbstgemachten Granola. Alle 3 Tage mache ich außerdem einen Quarkauflauf mit Früchten und Gries als Kuchenersatz. Diese Taktung hilft mir sehr den vielen kleinen Versuchungen des Tages, besonders wenn es auf Arbeit mal stressig wird und der Körper nach schnellem Zucker brüllt, zu umschiffen. In der Vergangenheit griff ich doch öfter zum Schokoriegel, naschte Kekse oder holte mir anderes Gebäck um die Ecke. Ich freue mich sehr, dass ich diese Disziplin, die mir eine zeitlang so leicht und auch eine zeitlang sehr schwer fiel, zurückerlangt zu haben. Auch weil der Kopf sich weiter mit jedem Tag regeneriert.

Trainiert wurde heute natürlich auch. Kurzer Dauerlauf morgens um 6:30Uhr von 6km (4:30min/km bei 135) und Steigerungen. Abends ging es noch an den Berg für kurze knackige Läufe (10x120m), um langsam wieder die Werte oberhalb der 145 auf der Pulsuhr anzureißen. Es geht Schritt für Schritt. Langsam aber stetig. Damit kann ich leben. 

Einlaufen / Tag 1 / #back2theroots

Schon mit dem ersten Klingeln des Weckers war ich an diesem Donnerstag hellwach, als hätte mein Körper nur drauf gewartet, endlich hochfahren zu dürfen. Mein Ruhepuls hat sich nach Dienstag (55) wieder auf 43 normalisiert und auch mein Gewicht liegt stabil bei 71,7kg. In der Früh standen lockere 7km nach Puls auf dem Plan, mit anschließenden Steigerungen und einem kurzen Programm bei McFit. Dort legte ich auf dem Weg in den Schillerpark kurz  trockene Sachen ab und ging dann weiter zum Laufen. Immer Blick auf die Pulsuhr, 140 sollte das Maximum heute sein und das wars auch. Das Tempo pendelte sich bei knapp über 4:30min/km ein, was mir, so dämlich es klingt, vor 3 Wochen nicht möglich war. Es ist verrückt, wie sehr der Körper einem die Grenzen aufzeigen kann, es auch tut, wenn man ihm versucht die Grenzen aufzuzeigen.  

Bei McFit stabilisierte ich erst Bauch und Rücken, zur Erwärmung für ein paar Durchgänge mit der Langhantel. Das Video stammt zwar noch aus Ostercappeln, aber zeigt einen kleinen Einblick ins Hanteltraining. Insgesamt dauerte das Training 80 Minuten.


Zum Essen werde ich morgen ausführlich was schreiben, weil schon spät. 

Abends folgte ein Fahrtspiel mit schnellen 30 Sekunden Abschnitten. Auch dort lag mein Fokus natürlich auf Puls und dem Thema Schritt finden. 5km lief ich dafür ein und startete direkt mit den Abschnitten. Insgesamt 10 Stück mit 90 Sekunden Trabpause, sodass am Ende mit Auslaufen 11km auf der Uhr standen. 160 Herzschläge in der Spitze, 132 im Durchschnitt. 

Also ein ruhiger und doch verhältnismäßig umfangreicher Trainingstag. Morgen früh geht es direkt weiter und dafür bin ich jetzt schon zu spät im Bett. Ich machs also kurz. Gute Nacht. 

Kurztrainingslager / #back2theroots

Auch wenn es bis zum nächsten Urlaub auf dem Papier noch etwas dauert, will ich die kommenden 5 Tage intensiv dazu nutzen, ein Stück wieder in die Spur zu finden. Dazu will ich euch treuen Leser einladen und werde dafür von Donnerstag bis Dienstag meine Tage so transparent wie möglich hier aufschlüsseln. Training, Essen, Arbeit. Alles unter dem Motto „Back 2 the roots“ also zurück zum Ursprung. Leser der ersten Stunde werden sich an ein Logo aus alten Tagen erinnern, das bereits unter diesem Motto hier prangerte. Liegt sicherlich schon 7 oder 8 Jahre zurück, doch bleibt weiterhin aktuell. Also komm mit und zwar zurück zur Wurzel. #back2theroots

Ruhepuls

Seit über 1 Woche lautet mein morgendliches Ritual wie folgt.

1. Wecker klingelt um 6:05 Uhr

2. Wecker ausstellen

3. Ruhepuls messen und in den 60 Sekunden des Zählens nichts wieder einschlafen

4. Lendenwirbel mobilisieren

5. Wiegen

6. Ergebnisse aufschreiben

7. Der Tag beginnt

Bereits gestern konnte ich feststellen, dass mein Ruhepuls zum Vortag erhöht gewesen ist und mit der heutigen Erhöhung war mit klar, da stimmt was nicht. Irgendwie müde, trotz mehr als 8 Stunden Schlaf, gerädert und unwohl rollte ich mich aus dem Bett. Vor 2 Monaten hätte ich die Signale gekonnt ignoriert, meine Sachen angezogen und erstmal losgelaufen. Geht ja auch irgendwie. Doch auf dem Weg in Richtung „mehr gesund als vorher“ muss eine Veränderung stattfinden. Zunächst im Kopf und dann auch in den Beinen. Nach einer kurzen Session mit Dehnung wurde also erst einmal gefrühstückt, noch mal die Augen zu gemacht und wieder gefrühstückt. Der Körper meldet sich nicht grundlos. Er meldet sich, wenn er was will und braucht und besonders, wenn er nicht kann. Statt also den Kopfhörer auf diesem tauben Ohr noch lauter zu stellen, den hohen Herzschlag am Morgen wegzudrücken, braucht es noch mehr ruhige Sekunden, um sich selbst mal wieder zu zuhören. Also horche ich hin. Ganz genau. Jemand hat mir was zu sagen. 

Osterei

Auch wenn die Fastenzeit noch nicht mal eine Woche läuft, Ostern noch in weiter Ferne liegt, konnte ich heute schon das erste Osterei finden und habe spontan noch die kurze Woche vor Ostern frei bekommen. Nachdem ich in meiner Jahresplanung im Hinblick auf den Hamburg Marathon, ein Trainingslager über Ostern nicht im Kalender angekreuzt hatte, doch die Dinge sich nun mal geändert haben, kann ich mich der Trainingsgruppe nun doch anschließen und mit ihnen nach Miedzyzdroje/Polen fahren. Wie bereits 2014/2015/2016 geht es also wieder an die Ostsee. Ich bin meinem Arbeitgeber, dem Kinder-Kiez-Zentrum des Deutschen Kinderschutzbundes, sehr dankbar dafür, dass sie mir, trotz meiner Sprunghaften Planung, so wohlgesonnen sind und mir vieles ermöglichen. Vor dem Berlin Marathon hatte ich beispielsweise keinen Urlaub mehr für 2016 und doch konnten sie mir meinen Wunsch erfüllen, mir die letzten Tage vor dem Rennen nicht mit Kindergeschrei versüßen zu müssen. Jedrr, der Job und Sport unter einen Hut bringt, weiß, wie wichtig Zufriedenheit an dem Ort ist, an dem man sein Geld verdient.  

Ostern feiern wir also wieder im Osten, im wunderbaren Hotel Vestina. Übrigens eine super Adresse in Miedzyzdroje, für alle aus dem Berliner Raum, die auch mal nur für ein Wochenende raus wollen. Bis dahin sind es noch 5 Wochen, die gilt es weiter so zu gestalten wie in den letzten Tagen. Ich halte euch auf dem laufenden. 

Back 2 the roots

Als wir 2010 nach Pankow zogen, habe ich die Schönholzer Heide schnell lieben gelernt. Waldwege, echte Bäume und hin und wieder das Gefühl von Wald. Nicht OC, nicht mal nah dran, aber zwischen Asphalt, Kunstrasenplätzen und Parks saugt man jeden Meter auf einem Boden, der auch mal nachgibt beim Auftreten, auf wie ein Schwamm und speichert ihn für die harten Tage. Als wir dann 2014 aus Pankow wegzogen, trauerte ich der Heide lange nach. Ehrlich gesagt sogar bis heute. Die Rehberge geben sich Mühe, doch wie die Heide ist es hier nicht. Oft kopiert und nicht erreicht. Umso intensiver scheint jede Rückkehr ins Schönholz, auch wenn die 3km von der Haustür bis dorthin durch den Verkehr manchmal sehr nervig werden können. Schon in der Woche habe ich der Schönholzer Heide einen kurzen Besuch abgestattet und auch heute kehrte ich für den „Langen“ am Sonntag nach Pankow zurück. Hier wo sich Läufer noch grüßen und sich anlächeln. Hier wo Papa mit der Tochter die ersten Kilometer auf dem Weg zum Minimarathon absolvieren. Hier scheine ich noch eine versteckte Wurzel zu haben. Irgendwo zwischen Ehrenmal und Robert Krebs Allee. Zeit diese wieder auszugeben. #back2theroots 

Kurznachricht

Keine langen Textpassagen. Kein Wortschwall. Heute machen wir es kurz. Der Frühling klopfte heute nicht nur an die Tür, er klingelte Sturm. Blauer Himmel, Sonne pur und Temperaturen, die dazu reizten, sich fast nackig zu machen. Nach kalten und tristen Wochen taute heute die Stadt endlich auf und dieser typische Geruch des Aufbruchs macht sich in den Straßen breit. Fast wie eine warme Umarmung. Apropos. Mit diesem Bild aus unserer Nachbarschaft, schließe ich meinen heutigen Tag ab. Umarmt euch. Fühlt euch gedrückt. Der Frühling kommt. 

Fastenzeit

Seit Mittwoch verzichtet die christliche Welt wieder auf die kleinen und großen Dinge des Lebens. Für den einen sind es Zigaretten,  das Feierabendbier oder Nutten. Jeder wie er es braucht. Weil meine 10 Tage DTOX so locker von der Hand gingen, halte ich an meiner „Null Zucker Politik“ fest und schraube weiter an der Gemüseschraube. Alles kommt in den Topf. Aber dazu habe ich in der vergangenen Zeit genug geschrieben. Fehlen ja nur noch zwei blonde Zwillinge, die fürs Foto in eine Torte beißen. Also Themenwechsel.

Vergangene Fastenzeit verzichtete ich weniger auf Leckerein oder ähnliches, sondern nahm mir bewusst jeden Tag die Zeit, meinen Tag in einem kleinen schwarzen Buch niederzuschreiben. Ganz oldschool. Bleistift + Notizbuch. Mehr nicht. Am Ende gab es statt 40 Einträgen bis Ostern, sogar 42 und alles sollte unter dem Titel „42, Maik“ als gebundene Form erscheinen. 42 Tage lang habe ich meine Gedanken zu Papier gebracht, jeden Freitag auf einer bestimmten Bank im Wedding dafür gesessen und kleine und große Geschichten meines Tages in Worte gepackt. Im letzten Sommer hatte ich bereits die Hälfte meiner Sauklaue in Reinform gebracht, bis die Husos von Einbrechern den Laptop klauten, auf dem mein Manuskript auf der Festplatte lag. Einen zweiten Versuch den Käse ein zweites Mal in Angriff zu nehmen und abzutippen, gab es bisher nicht. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Als kleines Geschenk an die treue Leserschaft für eine Sommerpause. Lasst euch überraschen. Schönes Wochenende euch allen.

Auf dem Weg

Sich auf den Weg machen, ohne auf der Strecke zu bleiben, könnte über den letzten zwei Wochen in aufblasbaren Lettern schweben. Vor 14 Tagen gab es den großen Cut mit dem Zeigefinger auf dem Resetbutton. Zurück zur Einfachheit. Keine Zauberrei. Zurück zur Gesundheit. Heute gab es für diesen  Schritt auch die erste Bestätigung aus dem Labor. Meine Blutwerte sind auf Kurs und nehmen Anlauf nach oben. Auch mein Puls reguliert sich langsam nach unten, ohne dass ich zu Walking-Stöcken greifen muss. Nach über 10 Jahren habe ich mir außerdem ein neues Laktatmessgerät zugelegt, nachdem das Alte einfach ausgedient hatte und ich mir bei den Messergebnissen unsicher war,  inwiefern ich ihnen noch glauben schenken kann. Gerade in dieser Phase teste ich auch nach einfachen Dauerläufen meinen Laktatwert und ziehe Bilanz, wie sie zu meinem Puls passen. Bei der nächsten Messung, werde ich dazu ein kleines Video machen, wie die ganze Sache abläuft, für alle, die bisher damit keine Erfahrungen im Privatgebrauch gemacht haben. Leute es geht vorwärts. Immer weiter. Heute. Morgen. Übermorgen. #never2old

Knochenjob

Während sich die meisten Kinder meiner Hortgruppe den üblichen Spieleklassikern von HalliGalli über Kniffel und Uno widmen, schmeißen zwei der „Räuber“ gerne ihren Grips in den Würfelbecher und kreieren aus eigenen Ideen neue Spiele. Zu dieser kleinen Spielesammlung wird sich sicherlich auch die heutige Idee der zwei Erstklässler gesellen und sich zu einem Klassiker mausern. Da bin ich mir sicher. Jedem Spieler werden verdeckt verschiedene Karten ausgehändigt. Auf diesen Karten befinden sich eine Matheaufgabe und eine sportliche oder kreative Aufgabe. 

12 + 8 = ??? & zähle alle Fenster im Hort

oder 

10 – 4 = ??? & male dich selbst 

Also Stoff für Kopf und Beine. Schließlich lehrten uns bereits die alten Asicsfrontrunner, dass ein gesunder Körper auch einen gesunden Geist beherbergt. Da ich gerade sowieso im Begriff bin den Laden, den andere Körper nennen, von Grund auf zu sanieren, spielte ich eine Runde mit. Konnte ja keiner erahnen, dass daraus ein halbes Workout werden sollte. Denn gleich meine erste Karte forderte von mir eine schier unlösbare Matheaufgabe und eine sportliche Herausforderung, die dieser in nichts nach stand. 

Natürlich stellte ich mich der Aufgabe. Natürlich löste ich die erste Aufgabe mühelos. Und natürlich musste ich mir bei meinen Kniebeugen anhören, ich solle gefälligst ganz nach unten in die Hocke gehen. Strenger Coach, sage ich euch. Und da sage mir einer, Erzieher sitzen den ganzen Tag nur Kaffee und trinken rum. Oder anders herum. Absoluter Knochenjob. Am Ende waren beide Aufgaben erledigt. Ich natürlich auch. Dafür hab ich für heute einen Eintrag mehr im Trainingstagebuch. Auf zur nächsten Runde. Sicherlich warten da noch viele Überraschungen auf mich.